Zwei Tage, die wehtun. Die Wall Street hat den großen Tech-Namen heute erneut den Rücken gekehrt. Während der Dow Jones am Ende sogar 0,5 Prozent zulegen konnte, rutschte der Nasdaq 100 um 1,8 Prozent ab. Der S&P 500 verlor 0,5 Prozent. Auffällig: Trotz roter Indizes lag die Mehrheit der S&P-500-Aktien im Plus.
Es war also kein flächendeckender Ausverkauf, sondern eine klare Umschichtung weg von Momentum und teuren Tech-Storys. Eine gleichgewichtete Variante des S&P 500 stieg um 0,9 Prozent. Das heißt: Nicht die Breite ist das Problem. Sondern die großen Gewichte.
Besonders brutal erwischte es den Momentum-Trade. Der iShares MSCI USA Momentum Factor ETF sackte um 3,7 Prozent ab. Hedgefonds sollen dieses Jahr bereits 24 Milliarden Dollar mit Short-Wetten auf Software-Aktien gemacht haben – und ihre Leerverkäufe trendfolgend sogar noch ausbauen.
Stattdessen steigt Value. Stellvertretendes Beispiel: Berkshire Hathaway. Man schaue sich nur mal den Chart der letzten Tage an.
AMD stürzt 17 Prozent
Die zweite Verkaufswelle traf vor allem Halbleiter. AMD brach um 17 Prozent ein, nachdem der Ausblick enttäuscht hatte. Und auch der Softwarebereich bleibt unter Druck: Ein ETF auf Tech-Software rutschte um 1,8 Prozent ab. Insgesamt hat die Softwaregruppe im S&P 500 seit dem Hoch im Oktober mehr als 25 Prozent verloren.
Gold hält sich dagegen relativ stabil, bleibt aber unter 5.000 Dollar. Öl zog an, weil es widersprüchliche Meldungen zu den Atomgesprächen zwischen den USA und Iran gab. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg leicht auf 4,28 Prozent.
Einzelwerte
UBS hat 2025 beim Trading stärkere Zuwächse erzielt als mehrere US-Rivalen. Gleichzeitig musste die Bank neue Kapitalregeln früher umsetzen als fast alle globalen Wettbewerber.
Bei Stellantis kommt es offenbar zu Verzögerungen bei einigen Elektro-Modellen. Grund sind Fertigungsprobleme bei einem Batterie-Zulieferer, wie mit der Sache vertraute Personen sagen.
Ford spricht laut Insidern mit Chinas Geely über eine gemeinsame Nutzung von Produktionskapazitäten in Europa. Der US-Konzern sucht neue Partnerschaften, während er seine Elektrostrategie umbaut.
Chipotle stellt sich auf ein weiteres schwieriges Jahr ein. Der Ausblick auf die Jahresumsätze für 2026 liegt unter den Erwartungen der Wall Street.
Die New York Times gerät nach den Zahlen unter Druck. Die operativen Kosten stiegen um mehr als 10 Prozent.
Erste Eindrücke zu den Zahlen von Alphabet und Qualcomm und was sonst noch an den US-Börsen los war, lesen Sie in den folgenden Beiträgen.
04.02.2026, 22:31