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GTA VI Leaks: TTWO‑Aktie unter Beschuss – so schlimm ist es wirklich

GTA VI Leaks: TTWO‑Aktie unter Beschuss – so schlimm ist es wirklich
Foto: ChatGPT
Take-Two Interactive Software, Inc. -%
Jan-Paul Fóri Heute, 15:50 Jan-Paul Fóri
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Ein erneuter Vorfall von GTA-6-Leaks hat Take-Two jüngst erneut Milliarden an Börsenwert gekostet. Doch ein Teil des Rückschlags ist bereits wieder aufgeholt. Nun richtet sich der Blick auf den nächsten offiziellen Marketing-Höhepunkt: den „Extended Look“ auf Netflix am Donnerstag. Für die Aktie könnte das Event wichtiger werden als die Leaks selbst.

Bei Take-Two Interactive ist in den vergangenen Tagen genau das passiert, was der Konzern rund um Grand Theft Auto VI eigentlich verhindern wollte: Statt kontrollierter Vorfreude bestimmen geleakte Spielszenen die Schlagzeilen. Seit dem 18. August kursieren neue Aufnahmen im Netz, die offenbar aus einer spielbaren Version von GTA 6 stammen. Rockstar Games und Take-Two haben die Echtheit der Inhalte bislang nicht öffentlich bestätigt. Gleichzeitig geht Take-Two juristisch gegen mögliche Quellen der Leaks vor und hat unter anderem Vorladungen an Microsoft und Discord erwirkt.

An der Börse blieb das nicht ohne Folgen. Die Take-Two-Aktie stieg am 18. August zwischenzeitlich bis auf 248,39 Dollar, bevor sie in den folgenden Tagen deutlich nachgab. Am 19. August ging es um rund zwei Prozent auf 237,04 Dollar nach unten. Am 20. August rutschte die Aktie im Handelsverlauf bis auf 231,58 Dollar, konnte sich anschließend aber wieder erholen. Zum Wochenschluss standen 239,62 Dollar zu Buche. Gegenüber dem Schlusskurs vom 18. August entspricht das zwar nur einem moderaten Minus, vom zwischenzeitlichen Hoch aus betrachtet summierte sich der Rückgang jedoch auf knapp sieben Prozent.

Milliarden-Börsenwert vernichtet – und teilweise zurückgewonnen

Die Kursbewegung zeigt vor allem eines: Der Markt behandelt die Leaks bislang nicht als fundamentalen Bruch der GTA-6-Story. Berechnungen auf Basis der Kursentwicklung kommen auf einen zwischenzeitlichen Verlust von rund 3,1 Milliarden Dollar an Börsenwert. Bis zum Freitag hatte Take-Two davon etwa 1,5 Milliarden Dollar wieder aufgeholt.

Das ist wichtig. Denn bei einem Titel wie Take-Two entscheidet nicht die Frage, ob einzelne Spielszenen vorzeitig im Netz auftauchen, über die langfristige Bewertung. Entscheidend ist, ob GTA 6 zum Start die Erwartungen an Umsatz, Buchungen und Cashflow erfüllen kann.

Und genau hier wird es interessant. Take-Two erwartet für das Geschäftsjahr 2027 weiterhin Net Bookings von 8,0 bis 8,2 Milliarden Dollar. Beide Werte liegen allerdings unter einer von Reuters genannten Analystenschätzung von rund 8,9 Milliarden Dollar. Das Unternehmen muss also nicht nur einen gewaltigen Hype erzeugen – es muss ihn anschließend auch in tatsächliche Verkäufe und Buchungen übersetzen.

Netflix wird zum Stimmungstest

Der nächste große Termin kommt bereits am 27. August. Dann feiert „Grand Theft Auto VI: An Extended Look“ seine Premiere auf Netflix. Der Streamingdienst zeigt die Präsentation zunächst um 15 Uhr Eastern Time, ehe sie sechs Stunden später auch über die offiziellen Kanäle von Rockstar Games verfügbar sein soll (DER AKTIONÄR berichtete). Netflix selbst führt die Produktion inzwischen offiziell auf seiner Plattform.

Take 2 Interactive (WKN: 914508)

Die Leaks rund um GTA 6 haben das mediale Echo angeheizt. Nun muss Rockstar Games die Spieler mit dem 3. Trailer, der zunächst auf Netflix ausgestrahlt wird, überzeugen. DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie derweil bullish gestimmt. Von den GTA-6-Leaks sollten sich Anleger nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Aktie bleibt ein Kauf.

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