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07.06.2019 Benedikt Kaufmann

Google verrät Details zum Cloud-Gaming

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Google hat Details zu seinem Cloud-Gaming-Dienst Stadia bekanntgegeben: Preis, Veröffentlichungsdatum und Spieleumfang. Analysten sind vom ersten Angebot aber nicht beeindruckt – doch der Dienst steht erst an seinen Anfängen. Für Google könnte Cloud-Gaming schnell zur neuen Einnahmequelle werden.

Googles Cloud-Spieledienst Stadia, mit dem der Internet-Konzern gegen Konsolen und Gaming-PCs antritt, startet im November. Die Idee hinter Stadia ist, Spiele auf hochgerüsteten Google -Servern im Netz laufen zu lassen, statt auf einem Gerät des Nutzers. Die Voraussetzung dafür, dass das funktioniert, ist eine schnelle Internet-Leitung.

Wer zum Start im November dabei sein will, muss jedoch 129 Euro für das Streaming-Gerät Chromecast Ultra und einen Controller zur Spielsteuerung ausgeben. In dem Angebot sind auch drei Monate des Abo-Dienstes Stadia Pro inklusive, die sonst jeweils 9,99 Euro kosten. Abo-Kunden bekommen schärfere 4K-Bilder und Zugang zu einer Auswahl von Spielen.


Quelle: Stadia YouTube

Enttäuschung über Spielebibliothek

Allerdings enttäuschte das Angebot die Erwartungen einiger Analysten, weil in dem Abo hauptsächlich ältere Titel inbegriffen sind. Von den aktuellen Games ist bisher nur „Destiny 2“ dabei. Andere müssen gekauft werden, wie auf anderen Plattformen auch.

Michael Pachter von der Finanzfirma Wedbush betonte, Abodienste seien ohne eine breite Auswahl von Inhalten schwer zu verkaufen. „Das ist als hätten man ein Büfett nur mit einem Hühnchen-Gericht, einem Fleisch-Gericht und einem Nudel-Gericht“, sagte er der Financial Times.

Jedoch kann auch vollständig auf ein Abo verzichtet werden – dann gibt es aber nur Full-HD-Auflösung und alle Spiele müssen einzeln gekauft werden. Die Veröffentlichung des kostenlosen Dienstes soll erst im kommenden Jahr erfolgen.

Abwarten, was der Dienst am Ende bringt

Bis November hat Google also noch Zeit seine Spiele-Bibliothek aufzubessern. Besonders spannend dürfte jedoch die kostenlose Version werden. Hier stehen zwar noch einige dicke Fragezeichen – insbesondere zur Finanzierung. Gelingt jedoch ein kostenloser Dienst, könnte Google Massen von Gelegenheitsspielern anziehen, für die der Kauf der teurer Gaming-Hardware in keinem Verhältnis steht.

Anleger warten ab, wie im November erste Erfahrungen mit dem Pro-Dienst ausfallen. Mit Stadia hat Google eine realistische Chance neben Cloud und Werbung eine weitere Einnahmequelle anzuzapfen. Dabeibleiben!

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(Mit Material von dpa-AFX)

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