03.04.2019 Dennis Riedl

Golden Cross im S&P500: Wirklich ein Kaufsignal für die Märkte?

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Der S&P500 hat am Montag eines der bekanntesten Bullensignale überhaupt geliefert: Das positive Kreuzen von 50- und 200-Tage-Linie. Zuvor ist dieses Signal in der Geschichte des Indexes seit 1928 lediglich 47 mal aufgetreten. Doch hat das Signal wirklich Bedeutung für die Richtung der Börsen in den nächsten Wochen? Stellen wir das Signal auf den empirischen Prüfstand.

Golden Crosses im S&P500: Ein seltenes Ereignis
Im Schnitt kommt es beim S&P500 nur etwa alle zwei Jahre zu der Situation, dass die 50-Tage-Linie über die 200-Tage-Linie klettert. Das ist also wahrlich kein inflationäres Signal. Doch ist seine Qualität entsprechend gut? Gerade weil es sich um ein medial beachtetes Signal handelt, sollte man sich das einmal genauer ansehen. Das letzte Golden Cross gab es übrigens am 25. April 2016. Danach folgte tatsächlich eine ausgiebige Rallye am Aktienmarkt.

Das Golden Cross im Test
Die folgende Grafik zeigt, wie es nach einem Golden Cross im S&P500 im darauffolgenden Halbjahr (26 Handelswochen) durchschnittlich weiterging:

Das Ergebnis: Ein Golden Cross (gelbe Linie) scheint für den S&P500 tatsächlich eine gute Sache zu sein. Die Entwicklung im Vergleich zum normalen Mittel (gestrichelte weiße Linie) verläuft kontinuierlich oberhalb und entfernt sich im Laufe der darauffolgenden Handelswochen hiervon. Im Schnitt kam es 20 Wochen (knapp fünf Monate) nach dem Signal zu einem Kursgewinn beim S&P500 von fünf Prozent – ein starkes Ergebnis. Allerdings ging es auch in immerhin in 13 der bisherigen 47 Fälle (28 Prozent) in den 20 Wochen nach dem Golden Cross nach Süden.

Fazit: Das Golden Cross im S&P500 liefert ein weiteres Puzzlestein dafür, dass die Märkte wieder in guter Verfassung sind. Wer an feineren Signalen für den US-Markt interessiert ist, wird in meinem Börsenbrief TSI USA fündig.