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18.01.2016 Markus Bußler

Gold: Und sie kaufen doch

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Gold

Das Börsenbeben zu Beginn des Jahres hat dazu geführt, dass der eine oder andere Investor den sicheren Hafen Gold aufgesucht hat. Ziemlich deutlich zeigt sich das bei der U.S. Mint. Die US-Prägeanstalt hat am ersten Handelstag in diesem Jahr 60.000 Unzen Gold verkauft. Zum Vergleich: Im gesamten Januar des vergangenen Jahres waren es 81.000 Unzen.


Doch wieso steigt der Goldpreis bislang nur zaghaft? Diese Frage ist etwas schwierig zu beantworten. Normalerweise würde man argumentieren, dass die großen Investoren noch einen Bogen um Gold machen. Aber das stimmt nur teilweise. Auch die großen Gold ETFs haben wieder Mittelzuflüsse zu verzeichnen. In den ersten Handelstagen haben Anleger über 26 Tonnen Gold durch Gold-ETFs gekauft. Und damit für die größten Mittelzuflüsse bei den ETFs seit einem Jahr gesorgt. ETFs sind normalerweise die Anlageoption für größere Investoren, die sich nicht um die Lagerung des Golds und den Verkauf Gedanken machen wollen.


Kein großer Optimismus


Dazu kommt: Auch an der Comex haben die meldepflichtigen Spekulanten ihre Longpositionen leicht erhöht. Dennoch: Von überschwänglichem Optimismus kann auch an der Comex nicht die Rede sein. Warum auch? Auch die großen Adressen schauen sich den Rohstoffmarkt im Ganzen an. Und der befindet sich, vorsichtig ausgedrückt, in einer furchtbaren Verfassung. Dazu kommt: Der deutlich eingebrochene Ölpreis dürfte die Inflationserwartungen noch einmal deutlich drücken. Damit finden wir kein optimales Umfeld für den Goldpreis vor.


Aus Sicht der Goldanleger ist es allerdings durchaus positiv zu werten, dass sich das Edelmetall in dem derzeit extrem schwierigen Umfeld wacker schlägt. Dreht der Ölpreis, wird dies aufgrund des Basiseffekts auch die Inflationsraten wieder nach oben treiben. Allerdings dürfte sich dieser Effekt eher Ende 2016 beziehungsweise Anfang 2017 zeigen. Aber vergessen Sie nicht: Die Börse nimmt die Bewegung gerne vorweg. Deshalb könnte Goldanlegern nach einer turbulenten Zeit in den ersten Wochen ein durchaus gutes Jahr bevorstehen.

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