10.12.2013 Markus Bußler

Gold: Der Short-Squeeze beginnt

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DAX
Trendthema

Es ist schon erstaunlich. Keiner hat mehr einen Cent auf Gold gegeben. Zuletzt hatten die Kleinanleger an der Rohstoffbörse Comex das Handtuch geworfen und waren unter dem Strich sogar short in Gold. Doch wieder einmal könnte die Extremstimmung der Kontraindikator gewesen sein. Gold setzt heute zum Rebound an.

Wir haben an dieser Stelle schon öfter darauf hingewiesen, dass es an der Comex eine Extremsituation gab: Die Commercials haben ihre Nettoshortpositionen deutlich reduziert. Vieles hat auf einen Wendepunkt hingedeutet. Hingegen waren viele Großinvestoren nach wie vor Short in Gold. Es dürfte interessant werden, was jetzt geschieht: Nutzen die großen Spekulanten den Anstieg, um noch einmal Short-Positionen aufzubauen, oder haben sie sich bereits eingedeckt? Möglicherweise wechselt gerade die Stimmung. Und die großen positionieren sich auf der Long-Seite.

JP Morgan beschafft sich Gold – physisch!

Interessant ist in diesem Zusammenhang: Zuletzt haben einige Spekulanten an der Comex tatsächlich die Auslieferung von physischem Gold beantragt. Ganz groß dabei vertreten: JP Morgan. Eine der US-Banken also, die schon lange im Verdacht steht, den Goldpreis aktiv mitzugestalten.

Sollten die großen Anleger wirklich anfangen, sich auf der Long-Seite zu positionieren, dann könnte dies zu einem gewaltigen Short-Squeeze bei Gold führen. Nachdem sich Gold fast zwei Jahre im Abwärtstrend befindet, ist das Rebound-Potenzial enorm. Noch ist es nicht soweit: Doch die Anzeichen mehren sich, dass Gold tatsächlich vor einem Trendwechsel steht. Beobachten Sie den Chart genau: Es könnte sich auszahlen. Um einen ersten Fuß in der Tür zu haben, hat DER AKTIONÄR einen Gold Turbo-Long von der Société Générale in das Real-Depot gekauft

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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