04.03.2014 Markus Bußler

Gold: Der Profiteur des Bitcoin-Crashs?

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Gold
Trendthema

Es sollte das neue Geld werden, da waren sich einige Visionäre sicher. Doch spätestens seit dem Niedergang der Bitcoin-Börse Mt. Gox mehren sich die Zweifel an der virtuellen Währung. Der Glanz verblasst so schnell, wie er gekommen ist. Gleichzeitig steigt der Goldpreis. Gibt es einen Zusammenhang?

Nun, auf den ersten Blick könnte man sagen: Das Geld fließt aus Angst vor weiteren Skandalen aus dem Bitcoin-Markt in den wesentlich liquideren Goldmarkt. Nun, das mag sein. Doch vermutlich muss man an dieser Stelle doch etwas tiefer graben. Warum ist der Kurs für Bitcoins im vergangenen Jahr so extrem gestiegen? Sicherlich, es herrschte eine Goldgräberstimmung an dem Markt. Doch der Hype bei Bitcoins hat meines Erachtens noch einen ganz anderen Hintergrund. Er zeigt das Misstrauen der Marktteilnehmer in das Papiergeld.


Die weltweit lockere Geldpolitik schürt nach wie vor die Angst vor einem Kaufkraftverlust bei Papiergeld. Alternativen sind rar: In den Jahren bis 2011 war es vor allem Gold, das die Anleger gekauft haben. Doch dann gab es plötzlich eine Alternative: Bitcoins. Die virtuelle Währung hatte ähnliche Voraussetzung wie Gold. Sie war nicht beliebig vermehrbar und sollte sich als Papiergeld-Ersatz etabliert werden. Doch das Vertrauen dürfte durch die Insolvenz von Mt. Gox deutlich gesunken sein. Die Liste der Alternativen zum Papiergeld ist kurz. Ganz oben dürfte damit wieder Gold und Silber stehen. Und das dürfte die Kurse weiter treiben.