26.02.2010 Steffen Eidam

Gerry Weber stürmt an die SDAX-Spitze

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Gerry Weber
Trendthema

Die Aktie von Gerry Weber katapultiert sich mit einem Plus von mehr als vier Prozent an die Spitze im SDAX. Zuvor hat der Modehersteller einen Rekordumsatz für das abgelaufene Geschäftsjahr vermeldet. Die Zeichen stehen weiter auf Wachstum.

Nach einem Umsatzrekord 2008/09 stellt Gerry Weber für das laufende Geschäftsjahr weitere Umsatz- und Ergebnissteigerungen in Aussicht. Neben der Eröffnung zahlreicher Houses of Gerry Weber schraubt der Konzern weiter an der Kostenschraube. Die Aussagen von Unternehmenslenker Gerhard Weber finden an der Börse Wohlwollen - die Aktie setzt sich mit einem Gewinn von mehr als vier Prozent an die Spitze der Gewinnerliste im SDAX.

Auf zum nächsten Rekord

Wie DER AKTIONÄR bereits berichtet hat, stiegen die Konzernumsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 594,1 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss kletterte um 9,2 Prozent auf 43 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich um einen Punkt auf 12,0 Prozent. Für die Anteilseigner hatte der in Halle/Westfalen ansässige Konzern auch ein gute Nachricht parat: Die Dividende soll um 0,10 auf 0,85 Euro je Aktie erhöht werden. Für das laufende Jahr stellte Gerry Weber weitere Umsatz- und Ergebnissteigerungen in Aussicht. Dabei dürfte die 600-Millionen- Euro-Marke beim Umsatz fallen. Der Konzern peilt einen Erlös von bis zu 620 Millionen Euro an.


Neues Vorzeigobjekt

Maßgeblich zum Umsatzwachstum sollen die neuen Filialen des Modekonzerns beitragen. Bis zu 80 neue »Houses of Gerry Weber« weltweit stellen die Westfalen in Aussicht, 47 Geschäfte will Weber in Eigenregie betreiben. Bereits im April soll in der Modestadt Düsseldorf ein Premiumgeschäft eröffnen. Gerry Weber lässt sich das Prestigeobjekt 1,4 Millionen Euro kosten.

Bei Gerry Weber ist derzeit kein Haar in der Suppe zu finden. DER AKTIONÄR traut dem Unternehmen zu, die angestrebten Ziele zu erreichen und rät zum Einstieg mit Kursziel von 30 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 20,50 Euro gesetzt werden. Aus charttechnischer Sicht ist das Papier bei 23 Euro abgesichert.