Die Gewinner der Q2-Zahlensaison >> lesen
Foto: Börsenmedien AG
26.01.2017 Fabian Strebin

Generali-Übernahme: Welche Rolle spielt die Allianz?

-%
Allianz

Die Intesa Sanpaolo hat sich verschiedenen Medienberichten zufolge erstmals zur geplanten Übernahme von Generali geäußert. Demnach plant die Bank tatsächlich eine feindliche Übernahme. Generali selbst hatte noch vor Tagen eine dreiprozentige Beteiligung an Intesa erworben, um das zu verhindern. Die Allianz wäre - anders als ursprünglich vermutet - gar nicht direkt an der Übernahme beteiligt.

Italienische Fantasien

Intesa Sanpaolo möchte ihre Position im Versicherungsbereich stärken und ist zudem an der Asset-Management-Sparte von Generali interessiert. Allerdings gibt es noch andere Gründe: Nach dem Einstieg ausländischer Investoren bei der Unicredit fürchtet die italienische Elite den Ausverkauf der eigenen Finanzindustrie. Intesa Sanpaolo soll also einem ausländischen Versicherer - vor allem Axa wird hier immer wieder genannt - zuvorkommen.

Der Vorteil für die Allianz an der ganzen Geschichte wäre, dass die Fusion den Verkauf von Sparten aus dem Versicherungsgeschäft voraussetzt. Andernfalls würden die Aufseher wohl kaum zustimmen, da Generali und Intesa beispielsweise in Italien die Nummer 1 und 2 auf dem Markt für Lebensversicherungen sind. Die Allianz könnte also das italienische Segment von Generali oder das Frankreich-Geschäft kaufen. Die Länder sind die wichtigsten Auslandsmärkte für den Konzern, weshalb Zukäufen dort am sinnvollsten wären.

Fusionsfantasien treiben Kurs

Die Planspiele um die Generali-Übernahme haben auch der Allianz-Aktie endlich neuen Rückenwind gegeben und den Kurs nachhaltig über 160 Euro gezogen. Was Anleger bei der Allianz jetzt tun sollten, lesen Sie im neuen AKTIONÄR.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Allianz - €
Allianz ADR - €

Buchtipp: Modern Money Theory

Manche Ökonomen halten die Modern Money Theory (MMT) nicht nur für die Weiterentwicklung der Thesen von John Maynard Keynes, sondern auch für das richtige oder sogar einzige Rezept für erfolgreiche Finanzpolitik des 21. Jahrhunderts. Andere, wie etwa Paul Krugman, kritisieren sie scharf und warnen vor Hyperinflation. Kann man die Thesen der MMT mit „Mehr Staat, weniger Markt“ angemessen beschreiben? Haben die Ökonomen recht, die wollen, dass sich Geldpolitik an Beschäftigungszielen orientiert? Der passende theoretische Rahmen für Geldpolitik in unserer Zeit oder nur alter Wein in neuen Schläuchen – Kater garantiert? Wer mitreden will, der muss verstehen. Wer verstehen will, dem empfehlen wir diese Einführung ins Thema.
Modern Money Theory

Autoren: Wray, L. Randall
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 06.10.2022
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-852-7