07.12.2012 Alfred Maydorn

Geheimtipp im Milliardenmarkt Big Data – Chance auf 100 Prozent

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Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts. Die Auswertung großer Datenmengen ist die neue Herausforderung der IT-Branche - der neue Milliardenmarkt Big Data. Und es gibt ein kleines deutsches Unternehmen, das hier eine wichtige Rolle spielt und dessen Aktie Verdopplungspotenzial besitzt.

Wissen Sie wie viele Nachrichten jeden Tag über die Nachrichten-App „Whatsapp" verschickt werden? Ein paar Millionen? 100 Millionen? Eine Milliarde etwa? Nein, es sind mittlerweile zehn Milliarden Nachrichten. Hinzu kommen die Milliarden SMS, E-Mails, Tweets, hochgeladene Bilder. Die Datenflut wird täglich größer. Wer in der Lage ist, diese Daten geschickt auszuwerten, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Die Rede ist von Big Data. Die Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts. Kein Wunder also, dass Unternehmen händeringend nach Tools und Software suchen, um ihre Datenbestände intelligent auszuwerten.

Strammes Wachstum

Die IT-Branche freut sich. Allein in diesem Jahr werden vermutlich 28 Milliarden Dollar für die Verarbeitung großer Datenmengen ausgegeben, schätzen die Marktforscher von Gartner. Und der Markt wird in den nächsten Jahren rasant wachsen. Hiervon profitieren nicht nur die großen Anbieter der Branche wie etwa IBM, SAP, Oracle oder Terradata, sondern auch einige kleine Player, die sich voll auf Big Data spezialisiert haben. Zahlreiche dieser Unternehmen wurden zuletzt von großen Mitbewerbern geschluckt, die meisten waren nicht börsennotiert.

SHS Viveon - der Big-Data-Geheimtipp

Gibt es auch deutsche Big-Data-Unternehmen? Wenn es in Deutschland eine Firma gibt, die sich den Begriff Big Data auf die Fahnen schreiben kann, dann ist es SHS Viveon (WKN A0XFWK). Und so langsam wird diese Tatsache aus bekannt. In den vergangenen Wochen suchte das Management von SHS verstärkt den Kontakt zu Investoren und präsentierte sich auf einigen wichtigen Analystenkonferenzen.

SHS Viveon hat mittlerweile rund 250 Kunden, darunter Weltkonzerne wie Shell, BMW oder die Deutsche Telekom. Sie nutzen die Dienstleistungen von SHS Viveon zur Verbesserung des Marketing- und des Risikomanagements. Ein Beispiel: Bei einer Online-Bestellung lässt sich mit dem System von SHS Viveon in Echtzeit die Bonität eines Kunden prüfen und dann ermitteln, ob eine Zahlung per Rechnung zugelassen werden kann und wenn ja, bis zu welchem Betrag.

Ehrgeizige Ziele

Hierfür müssen sehr große Datenmengen ausgewertet werden, die zum Teil unstrukturiert sind und daher sehr komplex sind. SHS übernimmt diese schwierige Aufgabe und setzt dabei eigene Software ein, aber auch Lösungen anderer Anbieter. Dabei sollen zukünftig verstärkt auf eigene Software gesetzt werden, weil hier die Margen am höchsten sind.In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 lag die EBITDA-Marge bei siebeni Prozent, bis 2015 soll sie zweistellig werden. Der Umsatz soll dann auf 50 Millionen Euro steigen (2012 ca. 28 Millionen Euro).

Weiterhin ein echtes Schnäppchen

Was die Marktkapitalisierung betrifft, liegt das angestrebte Ziel für 2015 bei 50 Millionen Euro. Das wäre dann eine Bewertung mit dem einfachen Umsatz. Zwar deutlich besser als das aktuelle Verhältnis von 0,7, aber immer noch deutlich unter den Bewertungen der US-Konkurrenz. Dort reichen die Bewertungen vom 2,5-fachen Umsatz (EMC) bis zu der 14-fachen Bewertung bei Splunk, dem Big-Data-IPO des laufenden Jahres. Würde SHS Viveon jetzt in den USA an die Börse kommen, dann würde man das Unternehmen durchaus mit 80 bis 100 Millionen Euro bewerten. Aktuell beläuft sich der Börsenwert auf lediglich 20 Millionen Euro.

100 Prozent Kurspotenzial

Aber selbst für deutsche Verhältnisse ist SHS Viveon deutlich zu günstig. Das ändert sich jedoch gerade. Je mehr Investoren entdecken, dass sich hinter SHS ein profitabler Player im wachstumsstarken Milliardenmarkt Big Data verbirgt, desto teurer wird die Aktie. Auf dem aktuellen Niveau ist der Titel ein klarer Kauf, in den nächsten zwölf Monaten ist zumindest eine Kursverdopplung möglich.