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26.02.2020 Marion Schlegel

Gazprom: Deswegen fällt der Dividenden-Liebling

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Gazprom
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Die internationale Ausbreitung des Coronavirus hat zuletzt die osteuropäischen Aktienmärkte weiter unter Druck gebracht. Die Unsicherheit über das Ausmaß und die wirtschaftlichen Folgen machen den Märkten zunehmend zu schaffen. Der Moskauer Leitindex RTSI rutschte nach einem verlängerten Wochenende am Dienstag um 5,16 Prozent auf 1.446,11 Punkte ab. Wegen eines Nationalfeiertags war die Börse in Russland am Montag geschlossen geblieben. Auch am heutigen Mittwoch setzt sich der Abwärtstrend fort. Der RTSI notiert am Vormittag 1,2 Prozent im Minus bei 1.428,67 Punkten.

Auch die Aktie von Gazprom ist im Zuge der Korrektur in den vergangenen Tagen unter Druck geraten. Gazprom bekommt die Schwäche bei den Öl- und Gaspreisen zu spüren. Im Vergleich zu vielen anderen Werten kann sich das Papier aber derzeit noch relativ gut behaupten.

Gazprom (WKN: 903276)

Seinem Status als Dividenden-Liebling tut dies aber keinen Abbruch. Kürzlich hatte die Gazprom-Führung ihre neue Dividendenpolitik bestätigt, wonach die Ausschüttungsquoten nun Jahr für Jahr signifikant ansteigen sollen. Demnach dürften für das abgelaufene Jahr 30 Prozent des erzielten Gewinns an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Für 2020 werden 40 Prozent, für 2021 dann die vom Kreml geforderten 50 Prozent angepeilt.

Analysten gehen davon aus, dass Gazprom im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,77 Dollar je Aktie erwirtschaftet haben dürfte. Bei einer Ausschüttungsquote von 30 Prozent und einem Euro-Kurs von 1,08 Dollar würde sich daraus eine Dividende von 0,49 Euro je ADR errechnen. Dies würde wiederum eine Brutto-Rendite von 7,9 Prozent ergeben.

Seit der Empfehlung des AKTIONÄR liegt die Gazprom-Aktie weiterhin deutlich im Plus (+73,5 Prozent). Neueinsteiger warten vorerst eine Beruhigung der Märkte ab. Alle anderen können bei der Dividendenperle mit einem Stopp bei 5,60 Euro weiter an Bord bleiben.