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12.03.2021 Thorsten Küfner

Gazprom: Der Druck nimmt ab

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Die USA versuchen weiterhin, die Fertigstellung von Nord Stream 2 zu verhindern. Doch es scheint aktuell, dass die neue Administration dabei weniger aggressiv vorgeht als die Trump-Regierung. 

US-Außenminister Antony Blinken hat den Widerstand der Regierung von US-Präsident Joe Biden gegen die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 bekräftigt. "Wir sind dagegen, und werden das auch weiterhin sein", sagte Blinken am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Anhörung im Auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses. Die Pipeline verstoße gegen die EU-Prinzipien für Energiesicherheit. Sein Ministerium prüfe eingehend, ob gegen weitere Unternehmen wegen ihrer Mitarbeit beim Bau der Ostsee-Pipeline Strafmaßnahmen auf Basis der US-Sanktionsgesetze verhängt werden müssten.

Der hochrangigste Republikaner in dem Ausschuss, Michael McCaul, rief die Regierung des Demokraten Biden dazu auf, die Fertigstellung der Pipeline zu verhindern und weitere Sanktionen gegen beteiligte Unternehmen zu verhängen. Alles andere wäre ein Sieg für Kremlchef Wladimir Putin, sagte McCaul. "Wir sind zutiefst besorgt darüber, dass die starken Erklärungen der Regierung gegen die Pipeline nicht mit gleich starken Maßnahmen einhergehen."

Bislang haben die USA wegen Nord Stream 2 lediglich Sanktionen gegen das russische Unternehmen KVT-RUS verhängt, das das Verlegeschiff Fortuna betreibt - diese Strafmaßnahmen hatte die Regierung des republikanischen US-Präsidenten Donald Trump kurz vor dem Ende ihrer Amtszeit im Januar noch verkündet. In einem im vergangenen Monat vom US-Außenministerium unter Blinken veröffentlichten Bericht wurden entgegen der Erwartungen keine weiteren Unternehmen mit Strafmaßnahmen belegt oder bedroht.

Gazprom (WKN: 903276)

Die Gazprom-Aktie bleibt wegen der politischen Risiken nach wie vor ein sehr heißes Eisen. Mutige Anleger können bei der günstig bewerteten Dividendenperle aber weiterhin zugreifen, zumal es derzeit auch aus charttechnischer Sicht sehr gut aussieht. Der Stoppkurs sollte bei 3,90 Euro belassen werden. 

Mit Material von dpa-AFX

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