10 Top-Aktien: Kaufen. Halten. Reich werden.
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24.01.2017 Thorsten Küfner

Gazprom: Aus der Traum?

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Über viele Monate hinweg konnten sich die Aktionäre des russischen Erdgasriesen Gazprom durchaus berechtigte Hoffnungen auf eine zweistellige Dividendenrendite machen. Doch durch die jüngste Entwicklung scheint die Anhebung der Ausschüttungsquote von knapp 25 auf 50 Prozent auszufallen. Allerdings fallen Anleger weich.

Die Tatsache, dass Gazprom das Projekt Nord Stream 2 nun doch ohne westliche Partner alleine finanzieren muss (DER AKTIONÄR berichtete), dürfte das Gazprom-Management letztlich endgültig dazu bewogen haben, das Kapital zusammenzuhalten. Der Vorstand plant nun, bis zu sechs Milliarden Dollar durch Asset-Verkäufe einzunehmen. Zudem soll die Dividende 2017 bis 2019 auf dem Niveau von 2016 (umgerechnet etwa 23 Cent) eingefroren werden.

Wegen des Dekrets des Kreml im vergangenen Jahr, dass halbstaatliche Unternehmen künftig 50 Prozent der Gewinne ausschütten sollten, wäre beim Erdgasriesen (der zuletzt etwa ein Viertel der Überschüsse ausgeschüttet hatte) sogar eine zweistellige Dividendenrendite drin gewesen.

Zwar bleibt noch abzuwarten, ob der Kreml nicht dennoch eine Ausschüttungsquote von 50 Prozent fordert. Die Chancen hierfür sind allerdings gering. Schließlich ist es angesichts der enormen Investitionen (zusätzlich zu Nord Stream 2 errichtet Gazprom noch zwei Pipelines nach China sowie Turkish Stream) durchaus sinnvoll, nicht die Hälfte der Gewinne als Dividende auszuschütten. Und die russische Regierung wird ihrem wichtigsten Unternehmen auch keinen Schaden zufügen wollen

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Keine Panik
Auch wenn eine zweistellige Dividendenrendite natürlich toll gewesen wäre, ist die Aussicht auf eine Rendite von 5,0 Prozent für die kommenden drei Jahre ebenfalls durchaus rosig. Die Aktie von Gazprom bleibt daher für mutige, langfristig orientierte Anleger weiterhin attraktiv (Stopp: 3,50 Euro).


Kann ich an der Börse ein regelmäßiges Einkommen erzielen?

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Autor: Rabe, Jens / Skoruppa, Kai
ISBN: 9783941493780
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 25. September 2012
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

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Modern Money Theory

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