Der DAX dürfte mit einem Kurszuwachs von 0,4 Prozent auf 25.693 Punkte in den heutigen Handel starten. Gestern hat der Leitindex nach einem schwankungsreichen Handel nahezu unverändert geschlossen: Zum Xetra-Schluss stand ein Plus von 0,0 Prozent auf 25.579 Punkte zu Buche. Die Spanne reichte von 25.423 bis 25.783 Punkten.
Besser lief es in der zweiten Reihe, der MDAX gewann 0,9 Prozent auf 31.530 Punkte. Für heute, am Mittwoch, deutet der DAX-Future einen festeren Start an: Der nächstfällige Kontrakt lag um 06:08 Uhr 77 Punkte höher bei 25.865 Zählern.
Taktgeber bleibt der Ölpreis. Die Sorte Brent rutschte gestern zeitweise unter die Marke von 100 Dollar, nachdem Teheran erneut Verhandlungsbereitschaft signalisiert hatte. Ein hochrangiger iranischer Vertreter stellte zudem in Aussicht, die Straße von Hormus binnen sieben Tagen wieder zu öffnen, sollten die USA ihre Blockade iranischer Häfen aufheben. „Jetzt muss allerdings aus dem Unterschreiten der runden Marke ein nachhaltiger Abwärtstrend werden, damit daraus ein stärkerer Impuls für den DAX entsteht“, sagte Andreas Lipkow, Marktanalyst bei CMC Markets.
Konjunkturseitig stehen heute die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für September im Mittelpunkt: Frankreich um 09:15 Uhr, Deutschland um 09:30 Uhr, die Eurozone um 10:00 Uhr und die USA um 15:45 Uhr. Im August hatte der Gesamtindex der Eurozone bei 52,0 Punkten gelegen. Um 11:00 Uhr legt die OECD ihren Wirtschaftsausblick vor. Auf Unternehmensseite öffnen KWS Saat um 07:00 Uhr mit Jahreszahlen und Bosch um 10:30 Uhr mit Halbjahreszahlen die Bücher. Adidas lädt Investoren und Analysten in sein „Home of Innovation“, in den USA hält McDonald's einen Investorentag ab, am Abend startet Meta um 19:00 Uhr seine Entwicklerkonferenz Connect.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. An der Spitze stand gestern Zalando mit einem Plus von 3,7 Prozent, gefolgt von Infineon mit 3,2 Prozent. Konsumwerte wie Beiersdorf und Adidas waren gesucht. Am Indexende fiel die Allianz um 3,4 Prozent und rutschte dabei unter ihre 50-Tage-Linie; auch Munich Re gab nach.
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich Brent binnen 24 Stunden um 2,4 Prozent auf zuletzt 97,7 Dollar je Barrel. Bitcoin konsolidierte am Morgen bei rund 86.300 Dollar.
An der Wall Street ging es gestern gespalten zu. Der Dow Jones Index verlor 0,4 Prozent auf 51.864 Punkte, der S&P 500 schloss praktisch unverändert bei 7.765 Zählern. Der Nasdaq 100 legte dagegen 0,8 Prozent auf 30.732 Punkte zu und markierte im späten Handel ein Rekordhoch. Cisco rutschte um sechs Prozent ab, Amgen gewann nach Studiendaten vier Prozent. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump trafen sich am Rande der UN-Generaldebatte Vertreter der USA und des Iran zu einem dreistündigen Gespräch.
In Asien fehlt heute Japan, die Börse in Tokio bleibt feiertagsbedingt bis einschließlich Mittwoch geschlossen. In Taiwan zog der Taiex am Morgen um 0,8 Prozent auf 48.181 Punkte an, der südkoreanische Kospi hielt sich mit 7.020 Punkten auf Vortagesniveau. Schwächer tendierten China und Hongkong: Der Shanghai Composite gab 0,3 Prozent nach, der Hang Seng 0,9 Prozent.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtige Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
Heute, 06:36
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