Der DAX dürfte mit einem Plus von 0,2 Prozent in den heutigen Handel starten. Am vergangenen Freitag beendete der Leitindex eine durchwachsene Woche mit Gewinnen und stieg um 0,6 Prozent auf 25.409 Punkte und stoppte damit eine Serie von drei Verlustwochen. Auf Wochensicht blieb ein Plus von 0,4 Prozent.
Rückenwind kam von nachgebenden Ölpreisen und neuen Hoffnungen auf Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Doch am Wochenende hat US-Präsident Donald Trump einen iranischen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen, zugleich aber weitere Verhandlungen für diese Woche in Aussicht gestellt. „Anleger dies- und jenseits des Atlantiks wollen Taten statt Worte“, sagt Timo Emden, Chef-Marktanalyst bei CapTrader. Dazu kommt der Zinsdruck: Die Fed hatte Mitte September erstmals seit mehr als drei Jahren den Leitzins angehoben, eine Mehrheit am Markt erwartet Ende Oktober den nächsten Schritt. Im Fokus bleibt BASF, das ein Übernahmeangebot für Evonik sondiert. Bei Mercedes-Benz soll die Factory 56 in Sindelfingen nach einem teilebedingten Schichtausfall am Freitag heute wieder normal produzieren.
Die Terminseite ist zum Wochenauftakt dünn besetzt. Am Nachmittag rückt die Anhörung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments um 16:00 Uhr in den Blick, eine halbe Stunde später folgt der Industrieindex der Dallas Fed. Unternehmensseitig melden sich Symrise mit einem Pre-Close-Update zum dritten Quartal und Roche mit seinem Pharma Day.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. Schlusslicht im DAX war am Freitag BASF mit einem Minus von 3,6 Prozent auf 50,4 Euro – die Anleger quittierten die Übernahmepläne, während Evonik im MDAX kräftig zulegte. Airbus gab nach einem neuen Qualitätsproblem beim A321neo nach. An der Spitze standen Adidas sowie die Bankwerte Commerzbank und Deutsche Bank.
Am Ölmarkt schlägt die Absage aus Washington durch: Die Nordseesorte Brent verteuerte sich am frühen Morgen um 1,3 Prozent auf 106 Dollar je Barrel, US-Leichtöl WTI um 0,8 Prozent auf 93,1 Dollar. Dämpfend wirkt, dass die Rohölexporte aus dem Nahen Osten im September nach Kpler-Daten auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn im Februar stiegen. Gold notierte zuletzt bei 4.286 Dollar je Feinunze.
An der Wall Street ging es am Freitag aufwärts: Der Dow Jones stieg um 0,9 Prozent auf 51.829 Punkte, der S&P 500 um 0,5 Prozent auf 7.743 Zähler, der Nasdaq 100 um 0,4 Prozent auf 30.608 Punkte – auf Wochensicht ein Plus von mehr als drei Prozent. Gefragt waren Chipwerte wie Marvell und Qualcomm, Microsoft führte den Dow an. Zuvor war die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zeitweise in die Nähe ihres höchsten Stands seit 2007 geklettert.
In Asien zeigt sich zum Wochenstart ein gemischtes Bild: In Tokio legte der Nikkei 225 im frühen Handel um 0,9 Prozent zu, der Kospi in Seoul gab um 0,5 Prozent nach, Futures auf den Hang Seng traten auf der Stelle. In China wuchsen die Gewinne der Industrieunternehmen in den ersten acht Monaten um 15,7 Prozent, nach 17,6 Prozent bis Juli.
Der Aktionär wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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