04.05.2016 Maximilian Steppan

Freenet nach Zahlen unter Druck: Dividendenrendite von 5,9 % sorgt für Unterstützung

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Der Mobilfunkanbieter Freenet liegt nach drei Monaten auf Kurs zu seinen erst Anfang März erhöhten Jahreszielen. Doch die Marktteilnehmer schicken den TecDAX-Titel in den ersten Handelsstunden zu Dialog Semiconductor an das Index-Ende.

Freenet legt seit einiger Zeit den Fokus auf lukrative Vertragskunden, um so dem seit längerem stagnierenden und deshalb hart umkämpften deutschen Mobilfunkmarkt zu trotzen. Dieser Wettbewerb schlägt sich auch in den gestern Abend vorgelegten Zahlen nieder: Der Umsatz stieg nur sehr moderat um 0,1 Prozent auf 749,2 Millionen Euro. Dabei glich das Unternehmen die Rückgänge bei den Prämien und Provisionen für die Vermittlung von Verträgen mit einer Übernahme und einem gestiegenen Erlös bei den Vertragskunden aus. Der Konzern geht zudem davon aus, dass die Zahl der Kunden leicht steigen und sich der durchschnittliche Umsatz pro Vertragskunde stabilisieren wird.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um knapp vier Prozent auf 89,1 Millionen Euro. Die Kennziffern legten zwar wie in etwa von den Experten erwartet zu, doch sorgen bislang für ein deutliches Minus.

Der Blick auf den Chart sorgt aber für Optimismus bei den Investoren. Das Papier markierte kein neues 52-Wochen-Tief. Die breite Unterstützungszone knapp unter der 26-Euro-Marke hat einmal mehr gehalten.

Für diese Stabilisierung sorgt auch die hohe Dividendenrendite. Diese beträgt auf dem aktuellen Kursniveau 5,9 Prozent. Am 13. Mai, dem Tag nach der Hauptversammlung, erhalten investierte Anleger dann eine Zahlung von 1,55 Euro je Aktie. Auch im kommenden Jahr dürfte die Ausschüttung ähnlich üppig ausfallen, denn der für die Dividendenpolitik wichtige Zufluss von Kapital zog weiter an. Darüber hinaus sorgt auch ein möglicher Einstieg ins TV-Geschäft für zusätzliches Kurspotenzial.

Aus Sicht des AKTIONÄR liegt daher im heutigen Rücksetzer eine Kaufchance vor. Neueinsteiger wie bereits investierte Anleger beachten den in Ausgabe 17/16 empfohlenen Stopp bei 23,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)