10.04.2019 Michel Doepke

First Solar: Raus aus dem Tal der Tränen – diese Solar-Perle notiert sogar auf Rekordhoch

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First Solar
Trendthema

Mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Die junge Generation steht vor großen Herausforderungen, den Planeten in dem Zustand zu bewahren, wie wir ihn heute vorfinden. Ein zentrales Thema spielt dabei auch der Ausbau erneuerbarer Energien durch Windkraft- und Solaranlagen. Die Branchen erleben derzeit eine Renaissance nach Jahren verfehlter Prognosen und Pleiten. Dass sich wieder Licht am Ende des Solar-Tunnels befindet, zeigt der Kursverlauf der Aktie von First Solar, die sich zuletzt von ihren Tiefständen lösen konnte.

Optimistisch für das laufende Jahr

Seit Ende 2018 gab es wieder Preiserholungen für Solarmodule. Entsprechend optimistisch gibt sich First Solar auch für das laufende Geschäftsjahr: Das Unternehmen peilt einen Umsatz von 3,25 bis 3,45 Milliarden Dollar an, unter dem Strich soll ein Gewinn von 2,25 bis 2,75 Dollar zu Buche stehen. Hält die positive Entwicklung im Solar­sektor an und der Solar-Player kann liefern, dürfte First Solar die zuletzt gestartete Aufwärtsbewegung fortsetzen.

Die Aktie befindet sich in einer blendenden charttechnischen Verfassung und nimmt nun Kurs Richtung Widerstandszone bei 60,00 Dollar. Kann das Papier auch diese Hürden überwinden, könnte im Anschluss das 2018er-Hoch bei 81,72 Dollar angesteuert werden. Anleger, die der AKTIONÄR-Empfehlung in Ausgabe 13/2019 gefolgt sind, bleiben weiter an Bord.

Scatec Solar: Top-Player hinter den großen Namen

First Solar, Canadian Solar, JinkoSolar und SMA Solar – diese Unternehmen im Sektor sind den meisten Anlegern bekannt. Doch ein anderer europäischer Player stellt alle vier in Sachen 52-Wochen-Performance in den Schatten: Scatec Solar aus Norwegen. Der Solar-Player wird an der Börse mittlerweile mit über einer Milliarde Euro an der Börse gehandelt und ist damit in einer Liga mit Canadian Solar unterwegs, was die Marktkapitalisierung betrifft. Und das zurecht. Fundamental überzeugt Scatec Solar weiter auf voller Ebene. Kein Wunder, dass die Aktie sich auf Rekordjagd befindet.

DER AKTIONÄR ist Mitte Januar recht spät auf den rollenden Scatec-Solar-Zug aufgesprungen, doch nicht zu spät. Leser liegen bereits gut zwölf Prozent im Plus. Langfristig dürften deutlich dreistellige Notierungen in der Heimatwährung möglich sein, bei Schwäche bleibt die Aktie ein spekulativer Kauf.