Die Fielmann-Aktie setzt sich heute mit einem kräftigen Kurssprung an die Spitze des SDAX. Den Ausschlag gibt eine frische Kaufempfehlung der Deutschen Bank. In der Spitze steigt das Papier um sieben Prozent, avanciert damit zum besten Wert in der gesamten DAX-Indexfamilie und verbucht zudem den größten Tagesgewinn seit Mitte Februar.
Bei der Hamburger Optikerkette behält am Mittwoch vor allem die Deutsche Bank den Durchblick. Die Analysten haben die Aktie mit einer Kaufempfehlung in die Bewertung aufgenommen. Das Kursziel liegt bei 63 Euro. Beim aktuellen Kursniveau von 44,50 Euro entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 41 Prozent.
Mit dem Sprung über die 44-Euro-Marke holt der Titel nun Schwung auf seiner Erholung vom Tief seit Anfang Februar, das in den vergangenen Wochen bei 40,90 Euro mehrmals erfolgreich getestet wurde.
Analyst Michael Kuhn sieht in seiner Studie ein „glaubwürdiges Fundament für die nächste strategische Phase“. Er lobt das bewährte, hocheffiziente und vertikal integrierte Geschäftsmodell, die dominanten Marktpositionen sowie die konstant hohe Kundenzufriedenheit. Diese starke Erfolgsbilanz biete eine gute Basis, um über die reifen Kernmärkte hinaus international zu expandieren und ein wachstumsorientierteres Geschäftsmodell zu verfolgen. Zudem hob Kuhn die erfolgreiche „Vision 2025“ des Unternehmens hervor.
Vorstandsvorsitzender Marc Fielmann setzt beim Wachstum vor allem auf den US-Markt, der durch gezielte Zukäufe erschlossen wurde. Das defensiv planbare Geschäft der Hamburger bleibt damit auf Expansionskurs, während der Vorstoß in den Staaten die langfristige Fantasie antreibt.
Mit diesem Optimismus steht die Deutsche Bank nicht allein da: Insgesamt liegen für die Fielmann-Aktie aktuell acht Kaufempfehlungen und zwei Halteempfehlungen vor, während kein einziger Experte zum Verkauf rät. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 58,33 Euro, was beim aktuellen Kursniveau einem weiteren Potenzial von rund 31 Prozent entspricht.
Der heutige Kurssprung sorgt zudem für ein wichtiges Signal im Chart. Da die Aktie die wichtige 50-Tage-Linie bei 43,80 Euro knackt, bricht das Papier aus der wochenlangen Seitwärtskonsolidierung nach oben aus. Der Weg für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung ist damit frei.
Mit einem KGV von 15 legt die günstige Aktie den Vorwärtsgang ein. Fielmann dürfte mit Blick auf die guten mittelfristigen Aussichten nun Kurs auf die 50-Euro-Marke und mehr nehmen. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot bereits seit Mitte Januar auf steigende Kurse. Mit dem frischen Chartsignal im Rücken bleibt die Comeback-Story für Anleger glasklar intakt.
FAQ zu Fielmann
Wie verdient Fielmann abseits von Brillen sein Geld?
Das Unternehmen treibt die Diversifikation voran. Neben dem Kerngeschäft wächst Fielmann stark in der Hörakustik. Ende 2025 betrieb die Gruppe bereits 445 Hörakustikstudios. Bis 2030 soll diese Zahl in Europa auf über 700 Standorte steigen.
Wer kontrolliert das Unternehmen?
Fielmann ist nach wie vor fest in Familienhand. Die Familie Fielmann kontrolliert über Beteiligungsgesellschaften, Stiftungen und Direktbeteiligungen rund 73 Prozent der Aktien. Sie verfügt damit über die klare Mehrheit.
Woher kommt die hohe Profitabilität von Fielmann?
Der Schlüssel ist die vertikale Integration. Fielmann vereint Produktion, Logistik und Vertrieb unter einem Dach. Im eigenen Produktions- und Logistikzentrum in Rathenow werden jährlich Millionen Brillengläser gefertigt und bearbeitet. Das senkt Kosten und stärkt die operative Marge.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Fielmann-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 11:11