07.05.2019 DER AKTIONÄR

Ferrari rast nach oben – Bußgeld bremst VW-Tochter Porsche

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Volkswagen St.
Trendthema

Bei Ferrari läuft es rund: Die Italiener melden einen Gewinnanstieg, die Aktie springt an. Bei Porsche treten Anleger dagegen auf die Bremse. Eine halbe Milliarde Euro muss die Volkswagen-Tochter im Rahmen des Dieselskandals zahlen. Das hat die Staatsanwaltschaft Stutttgart entschieden. Porsche habe das Bußgeld akzeptiert.

Porsche-Wagen mit V6- und V8-Diesel-Motoren sollen nicht den Abgasvorgaben entsprochen haben. Gegen 99.000 Wagen lägen Bescheide des Kraftfahrtbundesamts vor, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Motoren wurden von der Schwestermarke Audi produziert.

Abgeschlossen ist das Thema für Porsche mit der Zahlung der 535 Millionen noch nicht. Denn zivilrechtliche Ansprüche von Klägern bleiben von der aktuellen Entscheidung unberührt.

Insgesamt hat der Dieselskandal VW bislang 30 Milliarden gekostet.

Ferrari liefert mehr

Gute Nachrichten gibt es aus Italien. Im ersten Quartal steigerte Ferrari seinen Gewinn um gut 20 Prozent auf 180 Millionen. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 940 Millionen. 2610 Autos lieferte Ferrari aus – 23 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Die Zahlen übertreffen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie liegt am Nachmittag rund fünf Prozent im Plus.

Klar an der Spitze

Ferrari hat Porsche schon zuletzt klar abgehängt und fährt mit seinen teuren Autos nicht nur absolut betrachtet hohe Gewinne ein – auch die Marge stimmt. Während diese bei Ferrari zuletzt bei 24,6 Prozent lag, kam Porsche auf 18,4 Prozent. Auch im Aktienvergleich liegt Ferrari vorn. Billig sind die Anteile zwar nicht, aber Luxus hat halt seinen Preis – auch an der Börse. Neueinsteiger können bei Rücksetzern zugreifen. DER AKTIONÄR sieht das Kursziel bei 150 Euro.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Porsche.