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Favoriten für das zweite Halbjahr

Favoriten für das zweite Halbjahr
Foto: Börsenmedien AG
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DER AKTIONÄR 29.06.2023, 12:15 DER AKTIONÄR

Es ist Halbzeit an der Börse. Rückblickend sind die Märkte sehr gut gelaufen, vor allem in Anbetracht der Umstände. Trotz Ukraine-Krieg, Bankenkrise, steigender Zinsen und Rezession hat der DAX die Verluste aus dem Vorjahr beinahe wettgemacht. Er ist damit sogar besser gelaufen als der Dow Jones, wenn auch nicht so stark wie die totgesagten US-Tech-Werte.

Wie wird jetzt das zweite Halbjahr? Die Analysten trauen den Aktienmärkten bis zum Jahresende nichts zu. Für den S&P 500 lautet das durchschnittliche Kursziel auf 4.050 – das wäre ein Rückgang um 6,6 Prozent. Auch für den DAX wird kein Potenzial gesehen. Hier erwarten die Analysten laut Bloomberg im Dezember einen Stand von 15.600.

Von Euphorie kann auch bei den institutionellen Investoren nicht die Rede sein. Im Gegenteil. Immer noch sind die „starken Hände“ verhalten gestimmt, wie die jüngste Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt ergeben hat. 41 Prozent der Profis ist bearish, nur 24 Prozent bullish. Ein Stimmungseinbruch ließ sich bei den Privatanlegern beobachten. Hier ist die Hälfte bearish, einen noch niedrigeren Sentiment-Index gab es zuletzt vor fast drei Jahren. Laut Analyst Joachim Goldberg ist die Hoffnung auf eine kräftige Korrektur am Aktienmarkt größer als die Angst, womöglich die nächste Aufwärtsbewegung zu verpassen. Doch gerade dieser Pessimismus könnte vielen Anlegern zum Verhängnis werden, sollten die Märkte weiter steigen. Dann müssten sie sich eindecken und würden die Rally weiter befeuern.

Für steigende Kurse spricht zudem die Bewertung des DAX. Das KGV für das laufende Jahr liegt bei 11, rund 21 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Nimmt man das her, müsste der deutsche Leitindex eigentlich bei 20.000 stehen. Auch die Dividendenrendite von 4,7 Prozent für 2024 lässt Spielraum nach oben.

Weitere Kurstreiber sind das KI-Thema – für viele Experten der größte Boom seit dem Internet – und die Hoffnung auf eine Zinswende – spätestens im Frühjahr 2024. EZB und Fed werden zwar noch jeweils einen Zinsschritt gehen, doch die Inflation ist rückläufig, in den USA laut truflation.com schon bei 2,46 Prozent. Gleichzeitig präsentieren sich die Arbeitsmärkte auf beiden Seiten des Atlantiks robust, was wiederum gut für den Konsum ist.

Die Aussichten für die Börsen sind also deutlich besser als die aktuelle Stimmungslage. DER AKTIONÄR blickt deshalb auf die Top-Performer der ersten sechs Monate zurück und stellt sieben Favoriten für das zweite Halbjahr vor.

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