31.03.2014 Jochen Kauper

Facebook-Aktie: Das sagen die Analysten

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DAX
Trendthema

Die Facebook-Aktie hat mittlerweile eine Korrektur von rund 17 Prozent hinter sich. Nach dem Zwischenhoch bei 72,59 Dollar legte das Papier den Rückwärtsgang ein. Derzeit sucht die Aktie bei knapp 60 Dollar nach einem Boden. In der Zwischenzeit sorgte Facebook-Chef Mark Zuckerberg weiter für positive Schlagzeilen. Nach der Übernahme von WhatsApp hat Zuckerberg den nächsten Deal an Land gezogen. Facebook blätterte rund 2,3 Milliarden Dollar für Oculus hin, einen Spezialisten für Datenbrillen, mit denen sich virtuelle Welten darstellen lassen. "Mobile Geräte sind die Plattform der Gegenwart; wir bereiten uns auf die Plattformen der Zukunft vor", begründete Zuckerberg den Zukauf. Patrick Walker, Senior Analyst bei EEDAR, sieht Vorteile für den Games-Sektor durch die Übernahme. "Aus der Sicht eines Gamers ist dies spannend, weil eine weitere große Firma ihre Unterstützung hinter die VR-Technologie stellt."

Kursziel nach oben
Im Anschluss an den Zukauf haben die Experten von JPMorgan die Einstufung für die Facebook-Aktie auf "Overweight" mit einem Kursziel von 80 Dollar versehen. Auf die Umsätze habe die Übernahme von Oculus kurzfristig keine Auswirkungen, schrieb Analyst Doug Anmuth. Den langfristigen Ansatz, den der Betreiber des sozialen Netzwerks mit dem Kauf im Bereich Programmieren verfolge, schätze er zwar, sehe aber im Kerngeschäft von Facebook auch noch einiges, das getan werden müsste.Im Gegensatz dazu hält Bernstein Research vorerst an der Einschätzung „Market-Perform“ für die Facebook-Aktie fest. Das Kursziel liegt bei 65 Dollar.

70-Dollar-Marke im Visier
Trotz der aktuellen Konsolidierung ist der Aufwärtstrend der Facebook-Aktie noch intakt. Die untere Begrenzung des Trendkanals verläuft bei knapp 60 Dollar. Auch die 90-Tage-Linie sorgt für Unterstützung. Ein freundlicher Gesamtmarkt vorausgesetzt, sollte die Aktie die 70-Dollar-Marke zurückerobern.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

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