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Exklusiv: Rocket-Internet-Beteiligung Delivery Hero: „Wir gehen an die Börse“

Exklusiv: Rocket-Internet-Beteiligung Delivery Hero: „Wir gehen an die Börse“
Foto: Börsenmedien AG
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Florian Söllner 18.02.2015, 15:44 Florian Söllner
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Hunger? Lieferheld ist mit der Mission gestartet, die Essenauslieferung zu revolutionieren. Hungrige geben auf dem Smartphone oder PC ihre Postleitzahl ein und sehen Lieferdienste in ihrer Nähe. Dann reicht ein Klick – und schon ist die Pizza bestellt und bezahlt. Nun haben die Samwer-Brüder über ihre Internetbeteiligungsfirma Rocket Internet Appetit auf einen Anteil an diesem Wachstumsmarkt bekommen: Für 30 Prozent an Delivery Hero wurden dabei 496 Millionen Euro fällig.

DER AKTIONÄR hat Delivery-Hero-CEO Niklas Östberg gesprochen.

Glückwunsch, Herr Östberg, zum Einstieg von Rocket Internet. Aber wieso ist die Bewertung so hoch?
Niklas Östberg: Die Wachstumsraten bei uns sind höher und wir sind weltweiter Marktführer. Delivery Hero hat in 3,5 Jahren das geschafft, was GrubHub und Just Eat in mehr als zehn Jahren erreicht haben.

Geht das Wachstum so weiter?
Wir werden den Umsatz 2015 fast verdoppeln. In Deutschland decken wir erst zehn bis zwölf Prozent des Marktes für Essenslieferungen ab.


Viele wünschen sich ein IPO eines erfolgreichen deutschen Internet-Players ...
Wir sind jetzt in einer Position, dass wir ab Mitte des Jahres an die Börse gehen könnten. Doch wir haben uns gerade privat finanziert. Wir gehen an die Börse – ob 2015 oder 2016, ist aber noch völlig offen.

Wie teuer ist das Wachstum pro Kunde?
Um unsere Marketingkosten zurückzuholen, müssen unsere Kunden fünf bis sechs Mal über uns bestellen.

Vor einem Jahr sprachen Sie von nur zwei Bestellungen ...
Ja. Es wurde teurer, neue Kunden zu gewinnen. Es hängt davon ab, wie aggressiv wir wachsen. Drosseln wir die Werbekosten, würde es wieder effizienter.

Was sind die Langfristziele?

Es wurden erst 25 Prozent davon umgesetzt, was an Innovationen möglich ist. In fünf bis zehn Jahren werden wir schnelleren Zugang zu gesünderem Essen haben. Grün ist die Farbe der nächsten Generation von Liefer­essen. Die Logistik wird nachhaltiger. Denken Sie nur an Elektrofahrzeuge oder effiziente Routenplanung.

Was essen Sie heute noch?
Ich nutze unsere App. Mein Favorit ist ein mexikanisches Restaurant, welches köstliches Essen in 25 Minuten liefert.

Dieses Interview ist in der AKTIONÄR-Ausgabe 09/2015 erschienen.

 

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