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12.03.2020 Leon Müller

EXKLUSIV: Nobelpreisträger Robert J. Shiller: Bei Corona "handelt es sich um Jahrhundertereignis"

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Robert J. Shiller sah das Platzen der New-Economy-Blase ebenso vorher wie die Krise am Häusermarkt, die sich schließlich zur globalen Finanzkrise entwickelte. Den Corona-Crash hatte er, der 2013 den Ökonomie-Nobelpreis verliehen bekam, nicht auf dem Schirm. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR bezeichnet er die Pandemie heute als Jahrhundertereignis.

"In seiner Plötzlichkeit und Intensität handelt es sich tatsächlich um ein Jahrhundertereignis", sagt Nobelpreisträger Robert J. Shiller im Gespräch mit Lars Friedrich vom AKTIONÄR (Ausgabe 12/2020) mit Blick auf den Corona-Crash, der die Finanzmärkte rund um den Globus fest im Griff hat. Und ergänzt: "Es ist schwierig zu sagen, wie sich die Sache entwickeln wird, weil Ereignisse dieser Größenordnung ziemlich selten sind." Shiller sah das Platzen der New-Economy-Blase vorher, ebenso wie die Subprime-Krise am US-Häusermarkt.

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Wir erleben eine Co-Epidemie

"Wir erleben eine Epidemie der Krankheit und eine Epidemie der Angst vor der Krankheit. Diese Angst bezieht sich nicht nur auf die Krankheit selbst, sondern ist auch eine Angst vor Chaos, ein Vertrauensverlust, weil unsere Regierungen und Institutionen uns nicht vor dieser Krise beschützen konnten." Anders als bei früheren Epidemien, Shiller führt als Beispiel die Grippe-Welle 1918 an, reagiert der Aktienmarkt sehr stark auf Corona. Das sei neu. Wie es nun weitergehe, hänge auch davon ab, "wie sich das Epidemie-Narrativ entwickelt".

Vollständiges Interview "Wir haben eine Epidemie der Angst"

Das vollständige Interview mit Nobelpreisträger Robert J. Shiller lesen Sie in Ausgabe 12/2020 des Anlegermagazins DER AKTIONÄR, die Sie hier als E-Paper laden können. Ab Freitag (13. Februar 2020) finden Sie das gedruckte Heft auch am Kiosk.

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