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16.03.2021 Benjamin Heimlich

eToro: Neo-Broker vor milliardenschwerem Börsengang

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FinTech Acquisition

Mit eToro geht das nächste junge Wachstumsunternehmen über einen SPAC-Deal an die Börse. Der Neo-Broker gab am Dienstag seine geplante Fusion mit der Mantelgesellschaft Fintech Acquisition Corp. V bekannt. Das neue Unternehmen soll laut Medienberichten auf eine Bewertung im zweistelligen Milliardenbereich kommen.

Neben den 250 Millionen Dollar des SPAC schießt ein Investorenkonsortium um Softbanks Vision Fund 2 und den Asset-Manager Fidelity weitere 650 Millionen in das neuentstandene Unternehmen, das damit auf einen Wert von mehr als zehn Milliarden Dollar kommt.

FinTech Acquisition (ISIN: US31810Q1076)

Der in Israel gegründete Neo-Broker eToro hat in den letzten Jahren ein bemerkenswertes Wachstum hingelegt. So steigerte das Unternehmen beispielsweise im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 147 Prozent auf 605 Millionen Dollar. Für 2021 soll das Wachstum zwar geringer ausfallen, wäre mit den prognostizierten 68 Prozent aber noch immer beachtlich.

Umsätze generiert das Unternehmen darüber, dass es den Spread zwischen Kauf- und Verkaufspreis der gehandelten Assets einbehält. Kommissionen für den Handel auf seiner Plattform erhebt eToro nicht.

In den letzten Jahren haben die Israelis auch ihre Abhängigkeit vom Handel mit Krypto-Währungen reduziert. Machte dieser 2017 noch 63 Prozent des Umsatzes aus, waren es 2020 nur mehr 16 Prozent. Stark zugenommen hat dafür der Anteil, den Aktien und Indizes beisteuern: Von elf Prozent 2017 auf 44 im vergangenen Jahr.

Die Fusion mit dem an der Nasdaq gelisteten SPAC dient wohl auch den Expansionsplänen in die USA. Seit 2019 betreibt eToro dort bereits den Social Network-Arm seines Geschäfts und den Handel mit Krypto-Währungen. Seit vergangenem Jahr hat das Unternehmen eine US-Broker-Lizenz und 2021 will man den Aktienhandel ausrollen.

Mit dem Börsengang ist eToro dem amerikanischen Wettbewerber Robinhood, dessen IPO bereits länger erwartet wird, nun einen Schritt voraus. Ihre beeindruckende Wachstumsstory macht die Israelis zu einem Fall für die Wachtlist.