13.06.2019 Marion Schlegel

Elfter US-Bundesstaat legalisiert Cannabis: So sind Aurora Cannabis und Canopy Growth positioniert

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Aurora Cannabis
Trendthema

Immer mehr Staaten lockern die gesetzlichen Rahmenbedingungen, was den Besitz und Konsum von Cannabis angeht. Ihren bisherigen Höhepunkt erreichte die Legalisierungswelle im Oktober vergangenen Jahres, als Kanada die Freigabe erteilte. Doch weitaus mehr Potenzial würde eine Legalisierung in den USA bieten. Wie Arcview Market Research/BDS Analytics in einer Studie ermittelt hat, dürften sich die Ausgaben in den USA bis 2022 mehr als verdoppeln.

Aber auch wenn wir von einer Komplettlegalisierung in den USA noch ein Stück entfernt sind, immer mehr Einzelstaaten haben bereits ihre Gesetze gelockert. Erst vor Kurzem folgte Illinois als elfter Staat, der Cannabis für Freizeitzwecke legalisiert hat. Das Gesetz wird am 1. Januar 2020 in Kraft treten. Erwachsene sollen zukünftig bis zu 30 Gramm Cannabis besitzen dürfen. Darüber hinaus dürfen Bewohner aus Illinois bis zu fünf Gramm Hanföl besitzen. Für auswärtige Personen liegt die erlaubte Höchstmenge bei 15 Gramm Cannabis.

Diese Entwicklung macht Wisconsin zum einzigen Staat, in dem Cannabis strengstens verboten ist. Geografisch betrachtet ist Wisconsin damit eingeschlossen von Michigan und Illinois, wo Cannabis komplett legal ist und Minnesota, wo es entkriminalisiert wurde. Entkriminalisierung bedeutet: Der Besitz, Konsum und teilweise auch der Verkauf (gegen sogenannte „Geschenke“ oder „Spenden“) von Kleinstmengen sind straffrei.

Noch können die kanadischen Unternehmen von den Entwicklungen in den USA nicht profitieren. Der kanadische Cannabis-Top-Player Canopy Growth hat zuletzt aber einen wichtigen Schritt in Richtung des vielversprechenden US-Markts gemacht. Das Unternehmen hat sich das Recht gesichert, den US-Konkurrenten Acreage Holdings zu übernehmen. Der besondere Clou an dem Deal: Canopy muss die Kaufoption erst ausüben, wenn Cannabis in den USA legalisiert wurde.

Aurora Cannabis kann bislang noch keinen derartigen Deal vorweisen, gibt sich aber gelassen. Der Vorstandsvorsitzende Terry Booth erklärte, dass Aurora „in die USA kommen würde, wenn die Zeit reif und wenn es legal ist.”