01.04.2017 Marion Schlegel

Elektroauto-Boom: Rock Tech Lithium sorgt für den Treibstoff der Zukunft

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ROCK TECH LITHIUM
Trendthema

Mit dem Siegeszug der Elektromobilität stehen die Produzenten für Batterien nun bei einem Rohstoff quasi Schlange: bei Lithium. Überall werden neue Batteriefabriken gebaut. Allein in der Tesla-Fabrik sollen bei voller Auslastung jährlich rund eine halbe Million Lithium-Batterien produziert werden. Und diese Batterien benötigen enorm viel Lithium. Experten rechnen damit, dass sich der weltweite Lithiumbedarf in den kommenden zehn Jahren mehr als vervierfachen wird. Große Profiteure dieser Entwicklung sind die Lithiumproduzenten. Der Markt wird hier von China sowie den drei großen internationalen Förderern SQM, FMC und Albemarle beherrscht. Allerdings können diese die Produktion nur sehr begrenzt erhöhen. Umso interessanter sind Unternehmen, die relativ schnell vom Explorer zum Produzenten werden könnten. Und hier kommt ein Explorer aus Kanada ins Spiel: Rock Tech Lithium betreibt das Georgia-Lake-Projekt und verfügt im Gegensatz zu vielen anderen Junior-Explorern bereits über eine anerkannte Ressourcenschätzung gemäß dem wichtigen Standard NI 43-101. Das Unternehmen könnte zum großen Gewinner des Lithium-Booms werden. DER AKTIONÄR hat mit dem Chairman des Unternehmens, Dirk Harbecke, gesprochen.

Die Lithium-Preis sind in der Vergangenheit stark gestiegen. Was erwarten Sie für die Zukunft?

Derzeit liegen die Handelspreise für eine Tonne Lithiumkarbonat bei rund 15.500 US-Dollar. Das ist eine Verdreifachung in den vergangenen 18 Monaten. Wegen der weiterhin starken Nachfrage, und weil wir glauben, dass wir auf Jahre hinaus einen Nachfrage-Überhang in Lithium sehen werden, erwarten wir dass die Preise noch bis auf etwa 20.000 Dollar steigen können.

Rock Tech gehört zu den Unternehmen, die Lithium aus Gestein gewinnen wollen. Welche Vor- aber auch Nachteile hat das im Vergleich zur weit verbreiteten Extraktion aus Salzseen?

Mit einer sogenannten „Hard Rock“ Lagerstätte, wie wir sie haben, ist es günstiger und schneller in Produktion zu gehen. Wir sind hier voll im Plan. Bei der Extraktion von Lithium aus Salzseen fallen sehr hohe Entwicklungs- und Explorationskosten an, und es dauert mindestens zehn bis zwölf Jahre, ein Projekt in Produktion zu bringen. Das bedeutet, dass Projekte deren Entwicklung heute beginnt, nicht vor 2027 produzieren werden! Deshalb ist das zu erwartende Angebot an Lithium in den kommenden Jahren auch sehr gut prognostizierbar. Der Vorteil der Extraktion aus Salzseen ist, dass die laufenden Produktionskosten geringer sind.

Wie zufrieden waren Sie mit den jüngsten Bohrungen in Ihrem Gebiet Georgia Lake? Was bedeutet das für die NI 43-101-konforme Ressourcenschätzung?

Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen und sehen uns gut positioniert auf unserem Weg zu einem Lithium-Produzenten. Mit den jüngsten Explorationsarbeiten haben wir das nun anstehende Bohrprogramm vorbereitet und gleichzeitig ganz neue Lithium-Vorkommen gefunden. Wir erwarten, im Laufe des Jahres unsere Ressourcenschätzung deutlich zu erweitern. Wir dürfen hierzu keine näheren Angaben machen – vor wenigen Tagen wurde aber ein Research zu Rock Tech veröffentlicht, in dem der Analyst auf Basis vorliegender historischer Bohrdaten schätzt, dass wir unsere 43-101 konformen Ressourcen von derzeit rund 10 Millionen Tonnen auf bis zu 16 Millionen Tonnen erweitern werden.    

Wann glauben Sie, mit Georgia Lake in Produktion gehen zu können?

Wenn alles weiterhin nach Plan läuft und unsere Kooperations-Gespräche erfolgreich sind, hoffen wir, bereits in drei Jahren in Produktion gehen zu können. Damit sind wir genau rechtzeitig, in einer immer noch frühen Phase des Lithium-Marktes, in dem die Nachfrage ab etwa 2024 durch die Decke gehen wird – weil dann global mindestens zehn Millionen Elektroautos pro Jahr verkauft werden.

Gibt es bereits Fortschritte bei den Kooperationsgesprächen?

Wir machen sehr gute Fortschritte – sowohl mit Partnern aus der Industrie, als auch mit finanzstarken Investoren, die uns beim Aufbau einer Produktionsanlage unterstützen können.

Wie lange ist Rock Tech mit den aktuellen finanziellen Mitteln finanziert?

Wir sind mindestens bis Anfang 2018 ausreichend finanziert. Da wir den Shareholder Value in das Zentrum aller unserer Entscheidungen setzen, erhöhen wir unser Kapital auch nur schrittweise und nur dann, wenn wir eine hohe Wertschöpfung aus jedem neu investierten Euro generieren können.

Donald Trump steht nicht gerade dafür, die Energiewende vehement voranzutreiben. Könnte der neue Präsident ein Problem im Lithiumbereich werden?

Wir sehen das nicht. Im Gegenteil, wir haben ein großes Interesse daran, dass Batterien nicht nur in Asien produziert werden, sondern auch in Europe und den USA - was in die Agenda der neuen amerikanischen Regierung passen könnte. Für uns ist es perfekt, einen möglichst kurzen Weg zu unseren Kunden zu haben. Außerdem wird der Markt der Batterien und Elektroautos derzeit aus China getrieben, wo die Regierung alles dransetzt, Verbrennungsmotoren von den Straßen zu verbannen.

Herr Harbecke, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in diesem Artikel angesprochenen Finanz-instrumente (Rock Tech Lithium) oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren. Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, beabsichtigt unmittelbar und/oder mittelbar im zeitlichen Zusammenhang mit der Publikation Positionen über die in diesem Artikel angesprochenen Finanzinstrumente (Rock Tech Lithium) oder hierauf bezogene Derivate einzugehen, sodass er von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitiert.

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