10.05.2017 Benedikt Kaufmann

Electronic Arts: Spielerisch reich werden

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Electronic Arts
Trendthema

Gestern nach Handelsschluss veröffentlichte der Spieleentwickler Electronic Arts seine Quartalszahlen. Top-Zahlen, Top-Ausblick – Electronic Arts lieferte und der Markt belohnte. Die Aktie springt um sieben Prozent nach oben.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017 wird erneut deutlich: Gamer lieben die Videospiele von Electronic Arts. So stieg die Spielerzahl des Multiplayer-Shooters „Battlefield 1“ im Vergleich zu seinem Vorgänger um 50 Prozent auf 19 Millionen Spieler an. Ebenso erfolgreich: „FIFA 17“ – 21 Millionen Gamer spielten den aktuellen Teil der jährlich erscheinenden Fußball-Simulation.

Der Erfolg des Spiele-Portfolios hat einen positiven Einfluss auf die Bilanz. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 1,53 Milliarden Dollar, der operative Gewinn (EBITDA) legte sogar um 25 Prozent auf 750 Millionen Dollar zu. An den starken Ergebnissen des Konzerns sollen die Aktionäre beteiligt werden. Electronic Arts plant für die nächsten zwei Geschäftsjahre einen Aktienrückkauf über 1,20 Milliarden Dollar. Auch in den vergangen zwei Jahren kaufte der US-Konzern eigene Aktien – jedoch nur in Höhe von einer Milliarde Dollar.

Neben dem Rückkauf dürfte auch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2018 die Anleger positiv stimmen. Erwartet werden Umsatzzuwächse von fünf Prozent und ein um 18 Prozent höheres EBITDA als im Vorjahr. Viel hängt hier vom Erfolg des im Herbst erscheinenden „Star Wars: Battlefront 2“. Noch ist zum Top-Spiel nichts bekannt, außer dass es rund dreimalsoviele Inhalte liefern soll wie der Vorgänger.

Zügig geht es für Electronic Arts in Richtung AKTIONÄR-Kursziel von 117 Euro. Die mit einem 18er KGV von 23 bewertete Aktie legte seit Jahresanfang rund 23 Prozent zu. Die starken Spielereihen, die Entwicklung neuer Marken und der größer wachsende Gaming-Markt dürften auch in Zukunft weiteres Potential für Kursgewinne bereithalten. Dabei bleiben.