14.10.2014 Florian Söllner

Ebola! Lakeland-Aktie 50 Prozent im Plus – folgt „Killer“ Tekmira?

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Die Ebola-Angst greift um sich. Selbst Klinikpersonal soll sich angesteckt haben – aufgrund schlechter (oder falsch angewendeter Schutzkleidung). Klar ist: An der Sicherheit wird nicht mehr gespart – Herstellern von entsprechendem Klinikbedarf werden die Produkte derzeit aus den Händen gerissen.

Die Aktie des Herstellers von Schutzkleidung, Takeland, hat sich seit August bereits verdreifacht – und hat im gestrigen US-Handel weitere 50 Prozent zugelegt.


Zocker haben ihre helle Freude, das Moment bleibt stark. Wie nachhaltig der Kursanstieg ist, ist fraglich. Kehrt eines Tages Alltag im Geschäft ein, wird man sich an die trübe Historie von Lakeland erinnern: In den letzten Jahren konnte bei einem Jahresumsatz zwischen 90 und 100 Millionen US-Dollar wenn überhaupt nur ein Minigewinn erzielt werden. Die aktuelle Markkapitalisierung des (bisher) sehr margenschwachen Kleidungsherstellers liegt bei 155 Millionen Dollar.

Der effiziente Killer
Wer einen Ebola-Zock eingehen will, sollte sich auch die Tekmira-Aktie ansehen. Dessen TKM-Ebola-Wirkstoff, auch bekannt als TKM-100-802, sorgt vereinfacht ausgedrückt dafür, dass die Informationen für drei wichtige Ebola-Proteine zerstört werden. Der Einsatz bei einem Ebola-Erkrankten im September verlief erfolgreich. Bis Ende 2015 könnte das Unternehmen mehrere Hundert Impfdosen mit TKM-Ebola herstellen. Das Geld für deren Produktion stammt aus einem Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium. Mehr zu Tekmira in der aktuellen AKTIONÄR-Ausgabe 43/2014.

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

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