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03.03.2020 Leon Müller

Dow Jones bricht ein: US-Notenbank Fed stiftet mit Lehman-Muster Angst

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DowJones

Der Dow Jones verliert erneut annähernd 1.000 Punkte im Laufe nur einer Handelssitzung. Den Anlass liefert ausgerechnet die US-Notenbank Fed, die zuvor mit ihrer Ankündigung die Bullen zurück aufs Parkett gelotst hatte. Ihr nun überraschender Schritt – die erste außerplanmäßige Zinssenkung seit der Weltfinanzkrise – geht nach hinten los.

An der Wall Street denkt man offenbar nur noch in 1.000er-Schritten. Am Dienstag rutschte der Dow Jones zwischenzeitlich um knapp 1.000 Punkte gegenüber dem Vortagesschluss ab. Am Ende der Sitzung stand ein Verlust von 785,91 Zählern. In Punkten gemessen ist es der achtschwächste Tag seiner Geschichte. Er folgt auf einen starken Rebound am Montag, als der Dow 1.293,96 Punkte gewonnen hatte. Die Erholungsrally wurde gestützt von Einlassungen der US-Notenbank Fed. Sie hatte am Freitag Stimuli in Aussicht gestellt, sollte sich die Coronakrise ausweiten. Ironischerweise war es auch die Fed, die den Kursrutsch am Dienstag auslöste.

DowJones (ISIN: DE000DB2KFA7)

Alles andere als gesund

Viele Marktteilnehmer begründeten die kräftigen Kursverluste am Aktienmarkt mit der bereits zuvor hohen Erwartung an eine Zinssenkung. Dass dies nun in einer außerplanmäßigen Aktion stattgefunden habe wie letztmals 2008 nach der Lehman-Pleite habe aber überrascht, hieß es. Einige kritisierten zudem, die Fed hänge am Haken der Märkte. Die Experten von Vontobel Asset Management sprachen von einer sehr aggressiven Maßnahme der Fed. Sie habe gegenüber dem Markt zu früh nachgegeben. Es scheine, als hätten die hohen Marktschwankungen die Fed zu einer Reaktion gezwungen, was alles andere als gesund sei.

Mit Material von dpa-AFX

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