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10.12.2018 Martin Weiß

Dow, DAX und Co auf Talfahrt - und das war erst der Anfang

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DAX

Der DAX verliert am Montag den fünften Tag in Folge an Wert und auch an der Wall Street zeichnen sich weitere Kursverluste ab. In New York verzeichneten die führenden Indizes zuletzt das höchste Wochenminus seit dem Frühjahr. Marktexperten machen wenig Hoffnung, dass sich die Stimmung in den letzten Handelstagen des Jahres noch dreht. Im Gegenteil.

Im Korrektur-Modus

"Wenn man das aktuelle Marktumfeld als einen typischen Bärenmarkt ohne Rezession betrachtet, dann müsste es so um die 20 Prozent nach unten gehen," sagte Ed Clissold, Analyst bei Ned Davis Research.

Nach Einschätzung Clissolds befindet sich die Wall Street bereits im Bärenmarkt. Per Definition handelt es sich um einen solchen, wenn allgemeiner Pessimismus die Aktien von ihren Hochs um 20 Prozent oder mehr einbrechen lässt.

Trifft Clissolds Einschätzung zu, würde der marktbreite (und deshalb viel beachtete) Standard & Poor's 500 von seinem Hoch bei 2.940,91 Zählern (21.9.) um rund 590 Punkte nachgeben. Am Freitag schloss der Index bei 2.633,08 Zählern. Damit besteht nach Clissold zusätzliches Abwärtspotenzial von 280 Punkten, respektive rund elf Prozent.

Der Analyst hatte in einer früheren Studie geschrieben, dass die Wall Street unter dem Eindruck von Zins- und Konjunkturängsten 2019 einen Bärenmarkt erleben würde. Die schlechte Markttechnik habe ihn nun zu einem Vorziehen seines negativen Szenarios bewegt, so Clissold.

"Jeder rechnet mit einer Verlangsamung des Gewinnwachstums, weil der Steuersenkungseffekt fehlt. Ich befürchte jedoch, dass die Abschwächung höher ausfällt als erwartet."

Für seine Kunden hält Clissold jedoch ein Trostpflaster bereit: "Der durchschnittlich lange Bärenmarkt dauert sieben Monate und beschäftigt uns also bis ins zweite Quartal 2019."

Ab dieser Zeit sollte das Schlimmste überstanden sein und eine Bodenbildungsphase beginnen.

Sofern es zu keiner Rezession kommt.

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