04.03.2015 Maximilian Völkl

Dividendenriese BASF: Glänzende Aussichten

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DAX

Trotz der leichten Verluste nach den Zahlen bleibt BASF weiter auf Kurs. Die Aktie des weltgrößten Chemiekonzerns notiert knapp unterhalb des Allzeithochs. Für die Zukunft bleiben die Analysten positiv gestimmt. Die britische Investmentbank HSBC sieht den fairen Wert des DAX-Titels bei sportlichen 98 Euro.

Analyst Geoff Haire hat BASF zudem auf „Overweight“ belassen. Die Aktie sei trotz des jüngsten Hochs attraktiv bewertet und könnte dank der guten Entwicklung von Gewinnen und Cashflow neue Rekordstände erreichen, so der Experte am Mittwoch. Die Belastungen im Ölgeschäft seien nicht stark genug, um das Gewinnwachstum aus der Spur zu bringen.

Nach den Zahlen zeigen sich auch die Analysten der französischen Bank Société Générale deutlich optimistischer. Das Kursziel wurde von 66 auf 84 erhöht. Allerdings lautet das Votum nach wie vor auf „Hold“. Seine Bewertung für BASF basiere nun auf den Schätzungen für 2016, so Analyst Peter Clark. Der Experte wies darauf hin, dass der Chemiekonzern die Dividende ständig steigern oder zumindest stabil halten wolle. Strukturell sieht er aber nach wie vor Herausforderungen.

Vor dem Ausbruch

Aus charttechnischer Sicht notiert die BASF-Aktie weiterhin knapp unterhalb des Allzeithochs. Im Juni 2014 stand der Kurs bei 88,28 Euro. Nach dem rapiden Kursanstieg der vergangenen Wochen ist diese Marke wieder im Fokus der Anleger. Auch der leichte Rücksetzer nach den Zahlen tut hier keinen Abbruch. Im aktuellen Marktumfeld mit politischen Risiken und niedrigen Zinsen ist ein Weltmarktführer wie BASF, der zudem mit einer attraktiven Dividendenrendite von über drei Prozent glänzt, ohnehin sehr attraktiv. Ebenfalls positiv: Mit einem KGV von 16 ist die Aktie noch immer moderat bewertet.

Basisinvestment

BASF gehört zu den attraktivsten Investments im DAX. Trotz des deutlichen Kursanstiegs der vergangenen Wochen bleibt die Aktie einer der Favoriten des AKTIONÄR. Investierte Anleger bleiben dabei, auch für einen Neueinstieg ist es noch nicht zu spät. Durch den Sprung über das Allzeithoch würde neues Potenzial freigesetzt.

(Mit Material von dpa-AFX)

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