Es läuft weiterhin äußerst rund bei Shell. Der britische Energieriese erwartet auch im dritten Quartal kräftig ansteigende Geschäftsergebnisse. Ausschlaggebend sind die infolge des Iran-Kriegs stark gestiegenen Öl- und Gaspreise sowie knappe Kraftstoffbestände, die die Raffineriegewinne des britischen Konzerns auf ein Rekordniveau gehoben haben.
Das Ölhandelsgeschäft habe sich zuletzt ähnlich solide gezeigt wie im Vorquartal, erklärte Shell am Mittwoch. Die Raffineriemarge erreichte demnach 42 US-Dollar je Barrel und lag damit deutlich über dem bisherigen Quartalshöchststand aus dem Jahr 2022.
Der Konzern und andere Raffineriebetreiber nutzten ihre Anlagen so stark wie möglich. Der Krieg mit Iran sowie Angriffe auf Raffinerien in Russland hätten das weltweite Angebot verknappt. Im dritten Quartal kostete ein Barrel Brent angesichts des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten durchschnittlich mehr als 90 US-Dollar. Die Engpässe bei der Versorgung ließen sowohl die Öl- als auch die Kraftstoffpreise steigen.
Im Gashandel bewegte sich das Geschäft laut Shell ebenfalls auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorquartal. Der Wegfall von Flüssigerdgaslieferungen aus dem Persischen Golf bescherte mehreren großen Energiekonzernen zusätzliche Gewinne – trotz Produktionsausfällen, die sie im Nahen Osten hinnehmen mussten. Den vollständigen Bericht zum Quartal will Shell am 29. Oktober vorlegen.
Egal ob im Fördergeschäft, bei den Raffinerien oder bei den Tankstellen – überall sprudeln bei Shell derzeit die Gewinne. Der Konzern profitiert derzeit enorm von seiner breiten und strategisch sinnvollen Aufstellung. Zudem verfügt Shell über eine solide Bilanz und ist mit einem KGV von lediglich 8 günstig bewertet. Auch die Dividendenrendite kann sich mit mehr als drei Prozent sehen lassen. Kurzum: Wer bei der Aktie bereits investiert ist, sollte dabeibleiben (Stoppkurs: 31,00 Euro).
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