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10.08.2020 Marion Schlegel

Dividenden-Garant Roche: Gute und schlechte Nachrichten

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Roche

Der Pharmakonzern Roche hat bei seinem Medikamentenkandidaten Etrolizumab gegen Darmerkrankungen einen Rückschlag erlitten. Der Einsatz des Mittels bei Patienten mit einer mittelschweren bis schweren chronisch entzündlichen Darmerkrankung habe in einigen Studien gegenüber Placebo keine deutlichen Vorteile gezeigt, teilte Roche am Montag in Basel mit.

Insgesamt habe Etrolizumab als Induktions-Therapie zu gemischten Ergebnissen geführt und beim Einsatz als Erhaltungs-Therapie die gesteckten Ziele verfehlt. Damit habe das Mittel gerade da versagt, wo es am meisten darauf angekommen wäre, schrieb Analyst Wimal Kapadia von Bernstein Research in einer ersten Einschätzung der Daten.

Mit dem Scheitern sei wohl eine wichtige Gelegenheit für Roche dahin, erklärte Kapadia. Er hatte mit einem Spitzenumsatz von 2,1 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2030 gerechnet und davon rund die Hälfte in sein Bewertungsmodell einbezogen.

Die Roche-Aktien hielten sich trotz des Rückschlags im frühen Handel recht stabil. Denn es gab auch positive Nachrichten. So ließ die US-Gesundheitsbehörde FDA das Medikament Evrysdi (Risdiplam) der Tochter Genentech zur Behandlung der Spinalen Muskelatrophie (SMA) bei Erwachsenen und Kindern ab zwei Monaten zu. Hier hielt der Bernstein-Analyst die Markterwartungen für zu niedrig. Zudem sei das Medikament eher zugelassen worden als erwartet.

Die Aktie von Roche hat zuletzt peu à peu nachgegeben. Dabei ist das Papier auch unter die wichtige 200-Tage-Linie gefallen. Dadurch hat sich das kurzfristige charttechnische Bild eingetrübt. Langfristig bleibt DER AKTIONÄR aber zuversichtlich. Auch die Analysten der US-Bank JPMorgan bleiben zuversichtlich. Sie haben am heutigen Montag ihr „Overweight“-Rating. Anleger lassen ihre Restposition weiter laufen. Nicht zu verachten außerdem: die gute Dividendenrendite von derzeit 2,8 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)