23.05.2019 Michel Doepke

Dividenden-Garant GlaxoSmithKline: Dieser Blockbuster ist ein absoluter Kassenschlager!

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Glaxosmithkline
Trendthema

GlaxoSmithKline (GSK) sorgt in der Regel für wenig Aufsehen. Der britische Pharma-Konzern liefert Jahr für solide Umsätze und Ergebnisse mit lukrativen Dividenden für Aktionäre. Doch ein Wirkstoff entpuppt sich inzwischen als wahre Goldgrube für GSK: Der Gürtelrose-Impfstoff Shingrix. Der Run auf das Präparat ist so groß, dass die Briten mit der Produktion kaum hinterher kommen.

Das berichtet apotheke adhoc. Nach Aussage des Unternehmens werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Verfügbarkeit des Impfstoffs gegen Gürtelrose baldmöglichst wieder sicherzustellen, so das Online-Portal. Demnach wurden bereits rund neun Millionen Dosen Shingrix verabreicht.

Im Oktober 2017 hat die US-Gesundheitsbehörde FDA Shingrix von GlaxoSmithKline grünes Licht erteilt, in der EU im März 2018. In Deutschland ist Shingrix inzwischen eine Pflichtleistung. Offenbar haben die Briten nicht mit einem derartigen Run auf den Impfstoff gerechnet. Im laufenden Jahr soll beim Umsatz die Milliarde geknackt werden.

Fruchtet die Tesaro-Übernahme?

Sicherlich sind die Lieferengpässe ärgerlich für GlaxoSmithKline. Dennoch kann sich der Pharma-Konzern auf den Gürtelrose-Impfstoff verlassen. Spannend dürfte in den kommenden Quartalen vor allem die Auswirkungen der Tesaro-Übernahme werden. Anfang Dezember 2018 erwarben die Briten den Krebs-Spezialisten für 5,1 Milliarden Dollar geschluckt.

Das Objekt der Begierde: Der PARP-Inhibitor Zejula, der dieses Jahr rund 230 Millionen Euro zum GSK-Umsatz beitragen soll. Bis 2021 rechnen Analysten mit einem Zuwachs auf 640 Millionen Euro.

Umsatztreiber wie Shingrix oder Zejula und spannende Beteiligungen wie beispielsweise an 23andMe hat GlaxoSmithKline auch bitter nötig. Denn wegbrechende Umsätz wie beim Kassenschlager Advair gilt es zu kompensieren. Aktuell ist die Aktie eine Halteposition für konservative Anleger, die derzeit in den Genuss einer Dividendenrendite von 5,1 Prozent.