Ein regulatorischer Schock hat die Aktie eines internationalen Finanzdienstleisters zuletzt einbrechen lassen. Doch nach dem heftigen Rückschlag stellt sich nun die entscheidende Frage: Bleibt der Kurs am Boden oder steht der Titel bereits vor einem spektakulären Comeback?
Der Kursrutsch war heftig, die Folgen sind jedoch beherrschbar. Zwar muss der Finanzdienstleister auf einen wichtigen Teil seines bisherigen Geschäfts verzichten und mit einer hohen Strafzahlung rechnen. Angesichts des zuletzt erzielten Milliardengewinns und üppiger liquider Mittel bleibt die Bilanz aber solide. Auch das Wachstum dürfte nur begrenzt leiden, da der betroffene Bereich zuletzt kaum noch neue Kunden gewann.
Operativ zeigt der Trend weiter nach oben. Andere Märkte entwickeln sich dynamisch und sollen den Rückzug aus dem bisherigen Kerngebiet zunehmend ausgleichen. Für die kommenden Jahre werden steigende Erlöse und ein deutlich wachsender Nettogewinn erwartet. Gleichzeitig ist der Titel mit einem einstelligen erwarteten KGV ungewöhnlich günstig bewertet. Die Börse preist damit offenbar ein deutlich größeres Risiko ein, als die Fundamentaldaten rechtfertigen.
Die Börse reagiert gerade mal zu zehn Prozent auf Fakten. Alles andere ist Psychologie.
Nach dem Absturz scheint der Titel zwischenzeitlich einen stabilen Boden ausgebildet zu haben. Hält diese Unterstützung, könnte die Aktie nun den nächsten Erholungsversuch starten und bei einer nachhaltigen Trendwende spürbar an Dynamik gewinnen. Mutige Anleger nutzen die aktuelle Kursschwäche daher als Einstiegschance und setzen auf ein Comeback.
Die entscheidenden Fakten zum möglichen Comeback, zur Bewertung und zu den nächsten Kurstreibern liefert China-Experte Michael Diertl in der aktuellen Ausgabe von DER AKTIONÄR (ab S. 42).
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