02.11.2014 Andreas Deutsch

Die Prognosen der Profis

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Deutsche Telekom
Trendthema

Aktien sind laut dem Vermögensverwalter Goldman Sachs Asset Management immer noch attraktiv, obwohl der Bullenmarkt inzwischen seit gut fünfeinhalb Jahren andauere.

Porfoliomanager Suneil Mahindru sieht neben einem verbesserten gesamtwirtschaftlichen Umfeld drei wesentliche Treiber: Übernahmen und Fusionen, Strukturreformen in vielen Ländern sowie nicht zuletzt das Konsumverhalten.

Etliche Faktoren wie eine schwache Währung, die den Verbrauchern in zahlreichen Regionen auf die Stimmung geschlagen hätten, würden sich vielleicht schon bald positiv entwickeln. Insbesondere könnte eine Konsumbelebung in den Industrieländern den aktuellen Wachstumszyklus verlängern. Die wachsende Mittelschicht in Asien und den Schwellenländern sowie die steigenden Konsumausgaben dort haben Mahindru zufolge das Potenzial, sich zu einem langfristigen Trend zu entwickeln.

Angesichts der neuen Höchststände vieler Aktien dürfte sich das Kurstempo jedoch verlangsamen, schrieb Mahindru. Trotzdem ist er weiterhin überzeugt davon, dass Aktien im Vergleich zu anderen Anlageklassen attraktivere Renditen bieten können.

„Aktien sollte man haben“

Holger Schmitz, Vorstand der Schmitz & Partner AG, sagt: „Um den realen Wert des Vermögens zu erhalten, führt am Aktienmarkt derzeit kein Weg vorbei.“ Auch wenn die Kurse schwanken können, bleibt doch die Beteiligung an einem realen Unternehmen. „Zahlreiche Anleihengläubiger verzeichnen momentan reale Verluste. Mit Blick auf die schleichende Enteignung, aber auch auf staatliche Zugriffsmöglichkeiten sind Aktien als eine Form der Krisenwährung anzusehen.“

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
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