03.01.2010 Michael Schröder

Die Lieblingsaktien der Redaktion (Teil 17)

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Euromicron
Trendthema

2009 war ein erstklassiges Börsenjahr: Dow Jones, Euro Stoxx, DAX und Co verbuchten teils deutliche Kursgewinne. Nun fragen sich die Anleger: Wo sollte man 2010 investiert sein? Welche Aktien werden den Markt hinter sich lassen? In seiner Serie "Die Lieblingsaktien der Redaktion" gibt DER AKTIONÄR auf diese Fragen die richtigen Antworten.

Der Netzinfrastruktur-Spezialist Euromicron hat sich in den letzten Jahren durch Zukäufe erfolgreich als Komplettanbieter in einem Zukunftsmarkt positioniert. Mittlerweile steht die Integration der akquirierten Firmen im Vordergrund. Die unterschiedlichen Unternehmen müssen organisch zusammenwachsen. Erste Erfolge sind bereits sichtbar. "Die Neunmonatszahlen haben gezeigt, dass die Gesellschaft die Weichen gestellt hat, künftig weiter organisch wachsen zu können", erklärt Christoph Schlienkamp. Der Analyst vom Bankhaus Lampe empfiehlt die Aktie mit Kursziel 17,50 Euro zum Kauf.

Frische Impulse

Neben dem Wachstum in den Kerngeschäftsfeldern dürfte Euromicron vor allem vom zunehmenden Ausbau von Breitbandnetzen profitieren. Erste Anfragen von Kommunen nach Fiber-to- Home-Netzausbauten sind bereits eingegangen. Auch von den neu akquirierten Bereichen der Sicherheitsüberwachung von Personen und Objekten sowie im Healthcare-Sektor sind frische Impulse zu erwarten.

Starke Zahlen

Das Zahlenwerk kann sich sehen lassen: Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten 2009 um sieben Prozent auf 131 Millionen Euro. Die EBIT-Marge kletterte von 5,2 auf 6,3 Prozent und der Nettogewinn lag mit 4,3 Millionen Euro oder 0,96 Euro je Aktie über 40 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Gesamtjahr dürfte der Umsatz bei rund 190 Millionen Euro liegen. Unter dem Strich sollte ein Gewinn je Aktie von zwei Euro erzielt werden. Es ist davon auszugehen, dass davon erneut die Hälfte als Dividende an die Aktionäre fließen wird. Mit der Integration der Beteiligungen wird die Schlagkraft der Gruppe rasant erhöht. Daher dürfte Euromicron weiter kräftig wachsen. Bis zum Jahr 2011 will Vorstand Dr. Willibald Späth den Umsatz um weitere 50 Prozent auf rund 300 Millionen Euro steigern.

Günstige Bewertung

Mit einem 2010er-KGV von 7 und der Dividendenrendite von 7,4 Prozent besitzt die Aktie angesichts des enormen Wachstumspotenzials deutlich Luft nach oben. Auch aus charttechnischer Sicht ist der Weg für steigende Notierungen geebnet. Kurse oberhalb von 20 Euro sind in 2010 daher durchaus realistisch.