Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
Foto: Thorsten Jansen, Deutsche Börse
18.11.2020 Marion Schlegel

Die Deutsche Börse legt noch eins drauf!

-%
Deutsche Börse

Die Deutsche Börse will in den kommenden Jahren ihren profitablen Wachstumskurs fortsetzen. Bis 2023 soll der Nettoerlös im Schnitt um zehn Prozent pro Jahr auf dann etwa 4,3 Milliarden Euro zulegen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Analystenpräsentation hervorgeht. Die Hälfte des Wachstums soll dabei aus Übernahmen kommen, die andere Hälfte aus dem bereits bestehenden Geschäft.

Deutsche Börse (WKN: 581005)

Dabei soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und der Gewinn je Aktie ebenfalls um zehn Prozent pro Jahr steigen. Die Deutsche Börse hatte erst am Dienstagabend die milliardenschwere Übernahme des Aktionärsberaters ISS angekündigt. Die Aktie legte daraufhin deutlich zu. Am heutigen Mittwoch ging das Papier der Deutschen Börse mit einem Plus von 2,4 Prozent als drittstärkster Wert des Tages im DAX aus dem Handel.

Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer will mit einem Mix aus Wachstum im bestehenden Geschäft und Übernahmen seinen zuletzt erfolgreichen Kurs fortsetzen. Erlöse und Gewinn sollen in den kommenden Jahren jeweils zweistellig zulegen, sagte der seit Anfang 2018 amtierende Konzernchef bei der Vorlage seiner neuen Strategie mit dem Namen "Compass 2023". "Die langfristigen Trends an den Finanzmärkten unterstützen unser solides Wachstum. Sie werden durch Corona nicht wirklich berührt. Corona hat für uns eher zyklischen Charakter … Compass 2023 gibt unsere strategische Richtung für die kommenden Jahre vor, die klar auf profitables Wachstum ausgelegt ist."

Mit dem heutigen Kursanstieg konnte sich die Aktie der Deutschen Börsen weiter von ihren jüngsten Tiefs nach oben absetzen. Die jüngste Übernahme ist in jedem Fall interessant, wenn auch nicht ganz billig. Der Ausblick stimmt zuversichtlich. Entwarnung kann für die Aktie allerdings noch nicht gegeben werden. Hierzu müsste das Papier zunächst den mittelfristigen Abwärtstrend sowie anschließend die 200-Tage-Linie überschreiten. Investierte Anleger bleiben dabei, alle anderen warten ab, bis sich das Chartbild aufhellt. Der Stopp verbleibt bei 120,00 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)