25.05.2011 Markus Horntrich

Dialog Semiconductor: Produktionsverzögerung beim iPad 2 belastet

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Trendthema

Eine Explosion bei Apples Auftragsfertiger Foxconn verzögert die Produktion des iPad 2. Als Chip-Zulieferer ist davon auch Dialog Semiconductor betroffen. Die Aktie gehört heute zu den Tagesverlierern. Wie groß ist das Problem in China?

Dialog Semiconductor gehört zu den Tagesverlierern im TecDAX. Der Grund für die Kursschwäche ist schnell ausgemacht: Er heißt iPad 2.

Explosion stoppt iPad-Fertigung

Bei Apples Auftragsfertiger Foxconn gab eine Explosion im Werk im chinesischen Chengdu, wo Cover für das iPad 2 hergestellt werden. Die Produktionsunterbrechung wird Experten zufolge dazu führen, dass 350.000 bis 400,000 Geräte weniger hergestellt werden können. Die Foxconn-Werke in Shenzhen and Chengdu stellen in erster Linie das iPad2 her wobei Chengdu für rund 32 Prozent verantwortlich ist. Aufgrund der Explosion werden auch andere Produktionslinien einem Sicherheitscheck unterzogen und stehen vorübergehend still.. Daher wird mit einem Produktionsrückgang von insgesamt drei bis fünf Prozent gerechnet.

Dialog indirekt betroffen

Vom Produktionsstillstand in China ist Dialog als Chip-Zulieferer für das iPad 2 natürlich indirekt betroffen. Wenn aufgrund der Produktionsunterbrechung weniger Geräte hergestellt werden, fällt auch der Umsatz vorübergehend geringer aus.
Charttechnisch ist die Lage aufgrund der schlechten Nachrichten angespannt. Die Unterstützung bei 13,00 Euro hält zwar noch, allerdings rückt bei einem Unterschreiten dieser Marke die 11-Euro-Marke in den Fokus.

Was tun?

Investierte Anleger sollten kühlen Kopf bewahren. Die Explosion ist lediglich ein temporäres Problem. Aufgrund der bestehenden Vorräte und mögliche Produktionsausweitungen im Werk in Shenzen sollten zumindest im zweiten Quartal die Auswirkungen auf Dialog überschaubar sein. Dennoch sollten Anleger den Stopp auf 10,90 Euro und damit knapp unterhalb der nächsten Unterstützung nachziehen, um allen Eventualitäten Rechnung zu tragen. Ein Neueinstieg ist aufgrund der neuen Rahmenbedingungen riskant. Dazu sollte zunächst eine Beruhigung der Lage und eine genauere Analyse der Auswirkungen abgewartet werden.