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13.03.2020 Leon Müller

Deutschland in der Corona-Panik: Letztes Aufbäumen beim DAX?

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DAX

Der DAX bäumt sich noch einmal auf, gewinnt Freitagmittag einige hundert Punkte, macht damit einen kleinen Teil der Vortagesverluste wett, als er den schwärzesten Tag seiner Geschichte erlebte. Das öffentliche Leben kommt mehr und mehr zum Stehen.

Es war ein historischer Tag. Am Donnerstag erreichte die Panik an den globalen Finanzmärkten ihren vorläufigen Höhepunkt. Anleger erlebten einen "Schwarzen Donnerstag". Der DAX erlitt den größten Tagesverlust seiner Geschichte, brach um 12,24 Prozent oder 1.277,55 Punkte ein. Am Freitag kann das deutsche Börsenbarometer einige Hundert Punkte wettmachen. Entgegen der Vorgaben aus Asien verzeichnet der DAX und andere europäische Indizes ein Plus.

DAX (WKN: 846900)

Sorge vor Shutdown wie in Italien

Anleger lassen die Sorge vor einem möglichen Shutdown in Deutschland, ähnlich wie er seit einigen Tagen bereits in Italien Gültigkeit hat, kurzzeitig außer Acht. Schulen und andere Bildungseinrichtungen in Niedersachsen und Bayern sowie im Saarland und in Schleswig-Holstein (die Liste wird gefühlt von Stunde zu Stunde länger) bleiben geschlossen. Dabei war noch am Donnerstag eine solch flächendeckende Schließung kein Thema. Die Situation ändert sich fast täglich. Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht inzwischen davon, auch Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl unter 1.000 Personen zu meiden. Die UEFA stoppt den Spielbetrieb im Fußball-Europapokal. Die französische Liga pausiert. Die Bahn stellt den Fernverkehr nach Italien ein. Kurzum: Die Meldungslage spitzt sich zu, die Maßnahmen werden immer weitreichender.

Der Punktgewinn am Freitagmittag beim DAX ist eine willkommene Abwechslung. Nach dem schlimmstene Tagesverlust der Geschichte ist diese Gegenbewegung nicht nur willkommen, sondern auch überfällig. Sie sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Volatilität auch in den kommenden Tagen hoch bleiben wird. Und nicht darüber, dass die Einleitung weiterer Maßnahmen auch in Deutschland den Markt weiter belasten dürfte.