Günstige Titel für Schnäppchenjäger
Foto: Börsenmedien AG
10.04.2019 Maximilian Völkl

Deutsche Telekom: Und täglich grüßt das Murmeltier…

-%
Deutsche Telekom

Die Versteigerung der 5G-Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard läuft nach wie vor auf Hochtouren. Für Deutsche Telekom, Vodafone und Co bedeutet jeder Tag, an dem sich die Mobilfunkkonzerne nicht auf eine Aufteilung einigen können, höhere Kosten. Der Bund könnte sogar mehr verdienen als ursprünglich erwartet.

Noch in der vergangenen Woche hatte es danach ausgesehen, dass die Telekomkonzerne keine drei Milliarden Euro für die 5G-Frequenzen zahlen müssten. Im Vorfeld war mit Geboten zwischen drei und fünf Milliarden Euro gerechnet worden. Doch bereits gestern war klar, dass sich die Hoffnung von Telekom und Co nicht erfüllt, die Kosten steigen in Richtung der oberen Schwelle von fünf Milliarden Euro.

Foto: Börsenmedien AG

Am Dienstag belaufen sich die Gebote der vier Bieter – neben den Platzhirschen TelekomVodafone und Telefónica bietet auch der Neueinsteiger 1&1 Drillisch weiter fleißig mit – bereits auf 4,89 Milliarden Euro. Doch auch nach Runde 164 in der Auktion ist ein Ende nicht abzusehen. Für die Telekom ist das ärgerlich, doch die Bilanz des Mobilfunkriesen ist stark genug, um auch höhere Gebote stemmen zu können. Fraglicher ist, wie der Neueinsteiger Drillisch mit der Mutter United Internet im Rücken mit der Kostenexplosion umgehen wird.

Foto: Börsenmedien AG

Probleme beim Neueinsteiger

In der Hoffnung auf günstige Frequenzen waren die Aktien der beiden MDAX-Konzerne zuletzt angezogen. Die Hoffnung ist nun dahin, die Auktion wird vielmehr teurer als erwartet. Wie der Netzausbau finanziert wird und welche Partner helfen könnten, bleibt derweil offen. Klar ist nur: Werden Frequenzen ersteigert, wird die Dividende radikal gekürzt. Viele Anleger wurden dadurch verschreckt. Die Zukunft ist ungewiss, ein Neueinstieg bietet sich derzeit nicht an.

Foto: Börsenmedien AG

Halteposition

Bei der Telekom ist die Gemengelage ebenfalls schwierig. Der DAX-Riese ist zwar besser für den teuren Netzausbau gerüstet. Die unklaren Folgen von 5G und die offene Zukunft der Tochter T-Mobile US sorgen aber dafür, dass die Dividendenperle vorerst weiter seitwärts laufen dürfte. Die T-Aktie bleibt eine Halteposition.

Foto: Börsenmedien AG

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Deutsche Telekom.

Buchtipp: Lynch III

Peter Lynch brauchte nur 13 Jahre – von 1977 bis 1990 –, um zu einer Wall-Street-Legende zu werden. Danach zog sich der Fondsmanager ins Privatleben zurück und gab sein Wissen fortan an Privatanleger weiter. Lynch möchte den Menschen zeigen, wie sie ein Vermögen aufbauen können, wenn sie in ihrem Leben die richtigen Weichen stellen. Mit „Lynch 3“ wendet er sich in erster Linie an die Einsteiger. Er erklärt die ewigen Gesetze der Vermögensmehrung; welche Investmentmöglichkeiten es gibt; weshalb der Aktienmarkt die besten Chancen bietet; den Lebenszyklus eines Unternehmens und welche Schlüsse ein Investor daraus ziehen sollte; weshalb es sich lohnt, auf die Qualität des Unternehmens-Managements zu achten. „Lynch 3“ ist der perfekte Einstieg in die Welt der Geldanlage: ohne Fachchinesisch, lebensnah, auf den Punkt.
Lynch III

Autoren: Lynch, Peter Rothchild, John
Seitenanzahl: 336
Erscheinungstermin: 23.04.2020
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-685-1