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12.02.2021 Carsten Kaletta

Deutsche Börse: Zukäufe im Visier

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Deutsche Börse

Nach den Corona-bedingten Rekordzahlen für 2020 hat die Deutsche Börse die Erwartungen für das aktuelle Jahr heruntergefahren. Übernahmen sollen das zukünftige Wachstum sichern. Börsenchef Theodor Weimer hat dabei vor allem eine Branche im Blick. Derweil blicken Analysten weiterhin optimistisch auf die Aktie des Börsenbetreibers.

So hat die DZ Bank die Einstufung für die Deutsche Börse nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 155 Euro belassen. Der Marktbetreiber habe für das von der Corona-Krise geprägte Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnis berichtet, das der Prognose aus der Vorkrisenzeit entsprochen habe. Damit habe der Konzern die Stabilität seines Geschäftsmodells untermauert, so die DZ-Bank-Analysten.

Die Deutsche Bank ist noch optimistischer: Der Branchenprimus hat ihre Kaufempfehlung für das Papier des Börsenbetreibers nach guten Zahlen zum vierten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 172 Euro bestätigt. Nach der Vorgabe hätte die Aktie, ausgehend vom aktuellen Niveau, noch rund 26 Prozent Luft nach oben. Dies schrieb Analyst Benjamin Goy in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er hob hervor, dass der Börsenbetreiber 2021 auch dank Zukäufen wieder ein 9-prozentiges Umsatzwachstum anstrebt. 

Mit Zukäufen will Vorstandschef Theodor Weimer das Unternahmen auf Wachstumskurs halten. Das historisch gute Ergebnis werde sich nicht wiederholen lassen, sagte CEO Theodor Weimer jüngst. Dabei blickt der Börsenchef vor allem auf eine Branche.

Spannend findet Weimer vor allem Übernahmekandidaten aus dem Datengeschäft: „Alles, was mit Analytik zu tun hat", sei potenziell interessant für die Börse, sagte er gegenüber dem Handelsblatt. Im vergangenen Jahr hat sich der Konzern mit 20 Prozent an Clarity AI beteiligt, einem US-Unternehmen, das Fondsmanager bei der Zusammenstellung von nachhaltigen Investments unterstützt. 

Aktuell sieht sich die Deutsche Börse Finanzkreisen zufolge unter anderem die zum Verkauf stehende Fondsverwaltungsplattform Allfunds an, die mehrere Milliarden kosten dürfte. Womöglich zu teuer. „Wir schauen uns alle Opportunitäten an, aber die Preise sind sehr hoch", sagte Weimer. Laut Finanzvorstand Gregor Pottmeyer habe die Börse derzeit rund 1,5 Milliarden Euro für mögliche Übernahmen in der Kasse.

Deutsche Börse (WKN: 581005)

Die Deutsche Börse ist auf Wachstumskurs und dürfte es - dank intelligenter Zukäufe -  auch bleiben. Investierte Anleger bleiben an Bord. Die Aktie bleibt eine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Kursziel: 185,00 Euro. Der Stopp sollte bei 120,00 Euro platziert werden. 

(Mit Material von dpa-AFX)