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24.08.2020 Fabian Strebin

Deutsche Börse: Schlägt CEO Weimer jetzt richtig zu?

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Deutsche Börse

Mega-Übernahmen hat CEO Theodor Weimer für die Deutsche Börse ausgeschlossen. Zu groß ist das Trauma nach dem wiederholten Versuch einer Fusion mit der LSE. Dafür rücken nun kleinere Zukäufe in den Fokus. Laut Insidern hat der Markbetreiber seine Fühler nach der italienischen Börsengesellschaft ausgestreckt.

Neben den Deutschen soll es mindestens drei weitere Bieter geben, so die Schweizer Börse Six, oder ein Konsortium aus dem französischen Börsenkonzern Euronext und der italienischen Staatsbank CDP. Außerdem soll laut Berichten auch die amerikanische NASDAQ Inc. Interesse bekundet haben.

Die Interessenten hätten unverbindliche Übernahmeofferten für den 62,5-prozentigen Mehrheitsanteil der Staatsanleihen-Handelsplattform MTS abgegeben, berichtet das Handelsblatt. Diese gehört – wie auch die Mailänder Börse - zur Borsa Italia. Die Bieter strebten eine Übernahme des kompletten italienischen Börsengeschäfts an, so ein Insider. Ein Angebot für die MTS sei eine Voraussetzung für weitere Verhandlungen. Die Angebote für den MTS-Anteil sollen zwischen 300 und 350 Millionen Euro liegen.

Für den Gesamtkonzern Borsa Italia können bis zum 11. September unverbindliche Angebote abgegeben werden. Sie befindet sich im Besitz der LSE, die allerdings mit der Übernahme von Refinitiv eine dominante Rolle beim Staatsanleihehandel spielen könnte. Die EU-Wettbewerbsaufseher drängen daher zumindest auf einen Verkauf von Teilen der Borsa Italia.

Die Aktie der Deutschen Börse zählt zu den Krisenprofiteuren, denn eine hohe Volatilität lässt die Kasse klingeln. Zusätzlichen Schwung könnten Übernahmen bringen, genügend Liquidität ist vorhanden. Im aktuellen Fall will sich die italienische Regierung allerdings wohl dauerhaft Einfluss auf die Börse sichern und könnte das Bündnis aus Euronext und CDP unterstützen. Unabhängig davon ist es gut, dass die Deutsche Börse bei Übernahmen wieder stärker in Erscheinung tritt.

Anleger warten Rücksetzer ab und steigen dann ein. Der Stopp verbleibt bei 120,00 Euro.

Deutsche Börse (WKN: 581005)