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06.01.2022 Benedikt Kaufmann

Deutsche Bank: Zins-Spekulation sorgt für Aufwind

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Deutsche Bank

In einem schwachen Gesamtmarkt zählen die Aktien der Deutschen Bank am Donnerstag zu den klaren Gewinnern im DAX. Klarer Kurstreiber ist die Veröffentlichung der Fed-Protokolle am Vorabend, aber auch eine positive Analystenstudie – die Papiere der Deutschen liegen auf Tradegate rund 1,7 Prozent im Plus.

Die US-Notenbank hatte auf der Sitzung vom 14. bis 15. Dezember einen schnelleren Ausstieg aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik beschlossen. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses haben festgestellt, dass die Inflationsentwicklung höher und hartnäckiger gewesen sei als zuvor angenommen, heißt es in den Notenbank-Protokollen. Angesichts der Entwicklung der Wirtschaft, des Arbeitsmarkts und der Inflation, könne eine schnellere Anhebung der Zinsen gerechtfertigt sein, als dies zuvor erwartet wurde.

Druck auf EZB nimmt zu

Höhere Zinsen durch die EZB sind zwar vorerst nicht in Sicht, allerdings erhöht die steigende Inflation sowie die Entscheidung der Fed auch im Euroraum den Druck, die Leitzinsen anzuheben. Gute Aussichten für die Anleger der Deutschen Bank.

Deutsche-Bank-Boss Christian Sewing kritisierte jüngst die Zurückhaltung der EZB. „Ich glaube, wir unterschätzen, dass diese Inflation tatsächlich länger anhalten wird und dass die Inflationsraten höher bleiben werden, als einige Leute und Ökonomen in den vergangenen sechs oder sieben Monaten gedacht haben“, so der Top-Manager.

Es gebe "eine strukturelle Inflation", getrieben etwa durch steigende Kosten im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Sewing geht davon aus, dass die Inflationstrends der vergangenen vier bis sechs Wochen bis in die erste Jahreshälfte 2022 anhalten werden, und fordert, dass eine Reaktion der Zentralbank schneller erfolgen sollte.

Investmentbanking auch 2022 stark

Auf Seiten des Investmentbankings steht die Deutsche Bank dagegen gut da, nachdem dort auch in den vergangenen Quartalen die Erträge regelrecht in die Höhe schossen. Auch für das vierte Quartal sehen die Analysten von JPMorgan gute Vorzeichen.

Die Analysten bekräftigten zudem in einer Studie erneut ihre Meinung, dass die globalen Investmentbanken auch stark ins neue Jahr starten dürften. Die Deutsche Bank sieht JPMorgan dabei als einen Top-Picks im gesamten europäischen Bankensektor – Kursziel 15 Euro.

Weiter steigende Erträge im Investmentbanking und eine Unterbewertung im Vergleich zu den europäischen Peers machen die Aktie der Deutschen Bank auch im neuen Jahr attraktiv. Die Spekulation, dass auch die EZB angesichts der hohen Inflation eine zügigere Gangart einschlägt, gibt zusätzlich Aufwind. Gewinne laufen lassen.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Mit Material von dpaAFX.

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