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25.08.2021 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Steilster Anstieg der Gewinnerwartungen im DAX, aber...

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Deutsche Bank

Die Aktien der Deutschen Bank legten seit letzten Herbst eine steile Rallye aufs Parkett, doch nun schien die Luft raus. Charttechnisch könnte es jetzt aber spannend werden und der Konsens scheint zumindest beim Gewinnwachstum optimistisch. Dennoch ist Vorsicht geboten, für konservativere Anleger gibt es zudem bessere Alternativen.

Die Deutsche Bank fuhr in den ersten sechs Monaten unter dem Strich so viel wie seit 2015 nicht mehr ein. 1,60 Milliarden Euro standen nach einem Verlust von 120 Millionen im Vorjahr zu Buche. Am Urteil der meisten Experten ändert das aber nichts, sie sind weiterhin skeptisch. Von 30 Analysten raten nur zwei zum Kauf, elf würden sich von den Papieren nun trennen. Das laufende KGV auf Basis der für 2021 erwarteten Gewinne beläuft sich aktuell aber auf 10 und liegt damit im Schnitt der Peers.

35 Prozent Plus

Hintergrund ist das gestiegene Vertrauen der Experten in die Profitabilität des Finanzinstitutes: In den vergangenen drei Monaten schraubte der Konsens die Erwartung für den Nettogewinn um 35 Prozent nach oben. Bei keinem anderen DAX-Wert gab es in diesem Jahr eine derartige Revision nach oben. Am Gesamturteil der Experten ändert das in der Breite offenbar nichts.

Unsicherheit Investmentbanking

Zwar läuft der Umbau planmäßig und sollte im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Aber der Erfolg hängt zu großen Teilen vom Boom im Investmentbanking ab und das stört viele Experten. Der Aufschwung in diesem Marktfeld könnte durch neue Corona bedingte Einschränkungen im Herbst weiterlaufen, ewig kann er die Bank aber nicht tragen.

BNP Paribas bessere Alternative in Europa

Was Dividenden angeht, ist die Bank weiter knausrig: Zwar wurden 574 Millionen Euro zurückgestellt für Ausschüttungen. Dabei geht es aber erst um die diesjährige Dividende, die nächstes Jahr ausgeschüttet wird. Andere Banken in Europa sind bereits diesen Herbst deutlich spendabler: Die französische BNP Paribas dürfte mit einer Extra-Zahlung im vierten Quartal auf fünf Prozent Rendite kommen, die Bewertung ist günstig.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Allenfalls Trader kommen aktuell auf ihre Kosten bei der Deutschen Bank. Die Notierung klebt derzeit an der 50-Tage-Linie bei 10,68 Euro.  Danach wartet der mittelfristige Abwärtstrend um 10,86 Euro. Die 200-Tage-Linie bei 10,27 Euro dient als Unterstützung.

Ein Neueinstieg ist erst nach einem charttechnischen Ausbruch angezeigt. Investierte bleiben dabei und beachten den Stopp bei 8,50 Euro.

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