Jetzt Hot Stock Report testen >> zum Probeabo
Foto: Börsenmedien AG
28.01.2019 Nikolas Kessler

Deutsche Bank: Positiver Start in wichtige Woche

-%
Commerzbank

Die Aussicht auf frisches Geld aus dem Emirat Katar hat der Aktie der Deutschen Bank zu Wochenbeginn weiteren Rückenwind verliehen. Im Laufe des Vormittags verliert die Meldung allerdings etwas an Zugkraft – wohl auch, weil sie nicht völlig überraschend kommt. Bereits im Dezember war über weitere Investitionen spekuliert worden.

Wie Bloomberg am Wochenende unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen meldete, steht die Deutsche Bank vor weiteren Investitionen aus Katar. Demnach werde sich der staatliche Vermögensfonds Qatar Investment Authority (QIA) an der Großbank beteiligen. Entsprechende Gespräche seien in einem fortgeschrittenen Stadium, einen Durchbruch gebe es dabei aber noch nicht.

Weder Sprecher der Deutschen Bank, noch von QIA wollten sich dazu äußern. Auch zu Zeitplan und Volumen des Investments wurden zunächst keine Details bekannt. Bislang ist Katar über zwei weitere Investmentvehikel, die von der Königsfamilie al Thani kontrolliert werden, mit rund sechs Prozent an der Deutschen Bank beteiligt.

Mitte Dezember hatte es schon einmal Spekulationen über einen Ausbau des katarischen Engagements gegeben, nachdem Yousuf Mohamed Al-Jaida, Vorstandschef des staatlichen Qatar Financial Center, entsprechend geäußert hatte. Das Dementi folgte damals jedoch auf dem Fuß.

Foto: Börsenmedien AG

Wichtiger Termin am Freitag

Die Neuauflage der Katar-Gerüchte hat der Aktie der Deutschen Bank am Montagmorgen weiteren Rückenwind geliefert. Inzwischen ist das Kursplus allerdings auf ein gutes halbes Prozent zusammengeschrumpft. Vor Bekanntgabe der Zahlen für 2018 am Freitag (1. Februar) dürfte die Volatilität in den kommenden Tagen noch einmal ansteigen, DER AKTIONÄR bleibt daher an der Seitenlinie.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Commerzbank - €
Deutsche Bank - €

Buchtipp: Modern Money Theory

Manche Ökonomen halten die Modern Money Theory (MMT) nicht nur für die Weiterentwicklung der Thesen von John Maynard Keynes, sondern auch für das richtige oder sogar einzige Rezept für erfolgreiche Finanzpolitik des 21. Jahrhunderts. Andere, wie etwa Paul Krugman, kritisieren sie scharf und warnen vor Hyperinflation. Kann man die Thesen der MMT mit „Mehr Staat, weniger Markt“ angemessen beschreiben? Haben die Ökonomen recht, die wollen, dass sich Geldpolitik an Beschäftigungszielen orientiert? Der passende theoretische Rahmen für Geldpolitik in unserer Zeit oder nur alter Wein in neuen Schläuchen – Kater garantiert? Wer mitreden will, der muss verstehen. Wer verstehen will, dem empfehlen wir diese Einführung ins Thema.
Modern Money Theory

Autoren: Wray, L. Randall
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 06.10.2022
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-852-7