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10.05.2019 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Kommt jetzt die nächste Kapitalerhöhung?

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Deutsche Bank

Die Fusion mit der Commerzbank ist gescheitert. Das ist vor allem ein Problem für die Deutsche Bank. Für die Commerzbank soll es Interessenten aus dem Ausland geben. Die Deutsche Bank muss dagegen alleine zurechtkommen.  Weiter durchwursteln ist keine Option. Deutsche-Bank-CEO Christian Sewing muss seine Strategie ändern.

Viel finanzieller Spielraum bleibt ihm dabei nicht. Vor zwei Wochen hat der Finanzkonzern die Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt. Dabei hat Sewing den Ausblick auf einen leichten Konzerngewinn im laufenden Jahr kassiert. Jetzt wird ein unverändertes Ergebnis erwartet. Im traditionell starken ersten Quartal bleibt das Geldhaus hinter der korrigierten Prognose zurück.

Schrumpfen kostet

Großaktionäre und Außenstehende fordern eine weitere Schrumpfung des US-Geschäfts. Doch das kostet erst mal Geld, bevor sich Einsparungen ergeben. Das schürt die Angst vor einer Kapitalerhöhung. Seit 2010 wurden über drei Kapitalerhöhungen bereits rund 27 Milliarden Euro eingesammelt.

Michael Hünseler, Fondsmanager bei Assenagon, glaubt indes nicht an eine Kapitalerhöhung: „Das ist angesichts des jetzt schon ausreichenden Kapitals sehr unwahrscheinlich. Die Deutsche Bank hat durchaus das Potenzial, das alleine zu schaffen.“ Aber dafür sei Geduld notwendig, speziell, wenn es zu keiner Rosskur kommt.

Keine Kapitalerhöhung

Eine Kapitalerhöhung ist zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich. Die Frage ist ohnehin, wer der Deutschen Bank noch Geld geben sollte. Die Aktie hat nur noch eine Marktkapitalisierung von 16 Milliarden Euro. Eine Kapitalmaßnahme würde die Anteile der Altaktionäre zusätzlich verwässern. DER AKTIONÄR empfiehlt die Aktie weiterhin zu meiden.

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