29.05.2017 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Der Basel-IV-Schreck

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Deutsche Bank
Trendthema

Die Deutsche Bank hat mit der jüngsten Kapitalerhöhung im April die harte Kernkapitalquote auf 14,1 Prozent hochgeschraubt. Die Bank hat damit nach der HSBC, die auf 14,3 Prozent kommt, in Europa die zweithöchste Kapitalausstattung. Diskussionen um eine zu geringe Kapitaldecke sollten damit eigentlich der Vergangenheit angehören. Doch sicher sein kann man sich da in Frankfurt nicht.

USA gegen Europa

Bereits im Januar des laufenden Jahres wollten sich die internationalen Bankaufseher vom Baseler Bankenausschuss auf neue Vorschriften für Finanzinstitute einigen. Doch die Fronten zwischen der EU und den USA sind verhärtet. Der Knackpunkt sind interne Modelle, mit denen vor allem Großbanken die Kapitalausstattung berechnen. Kritiker, wie die USA, sehen einen zu großen Spielraum bei der Berechnung.

Laut Handelsblatt rechnen Beobachter nach monatelangem Stillstand jetzt mit einer Einigung der USA und Europa auf die neue Basel-IV-Regulierung in der zweiten Jahreshälfte 2017. Zwar wäre nach Ausgestaltung der neuen Kapitalvorschriften nach einer Analyse von Berenberg die Deutsche Bank besonders betroffen. Allerdings ist von jahrelangen Übergangsfristen auszugehen.

Alles im Lot

Die Deutsche Bank ist wieder auf Kurs und muss nun zügig die neue Strategie umsetzen. Vorgesehen ist die Reintegration der Postbank und der Fokus auf den Heimatmarkt Deutschland, sowie ein Teilbörsengang der Fondssparte, Welche Gefahr tatsächlich durch Basel IV droht, lässt sich erst abschätzen, wenn die Regeln unter Dach und Fach sind. Zumindest gelten lange Übergangsregelungen als sicher. Anleger sollten sich daher keine Sorgen machen. Auf dem aktuellen Niveau ist die Aktie viel mehr ein Kauf. DER AKTIONÄR hat ein Kursziel von 25 Euro und empfiehlt einen Stopp bei 14 Euro zu setzen.

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