29.04.2020 Fabian Strebin

Deutsche Bank bestätigt Prognose – Aktie legt weiter zu

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Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat heute bei den Zahlen zum ersten Quartal nachgelegt und mehr Details veröffentlicht. So steht nach Abzug von Zinszahlungen auf Nachranganleihen doch ein kleiner Nettoverlust, statt wie gestern berichtet 66 Millionen Euro Überschuss. Das Zahlenwerk stimmt insgesamt optimistisch.

Die Erträge im Investmentbanking stiegen um 18 Prozent auf 2,30 Milliarden Euro. Grundlegend dafür war vor allem der starke Anstieg des Handels mit Anleihen und Währungen um 13 Prozent. Das Vorsteuerergebnis schoss auf 622 Millionen Euro in die Höhe. Das war deutlich mehr als in der Unternehmensbank mit 132 Millionen Euro und nahezu unveränderten Einnahmen von 1,30 Milliarden Euro.

Die hohe Volatilität und Kundenaktivität dürfte sich wieder auf ein Normalniveau zurückbilden, so die Deutsche Bank. Die Erträge im Investmentbanking sollen 2020 nur leicht über den Vorjahreswerten liegen.

Die Risikovorsorge für faule Kredite stieg auf 506 Millionen Euro an, aber nicht so stark wie bei anderen Großbanken. Positiv ist auch zu werten, dass nach Konzernangaben 73 Prozent der umbaubezogenen Belastungen bis 2022 erledigt sind. Die Prognose für 2020 wurde insgesamt bestätigt, die Erträge in der Kernbank sollen nahezu unverändert bleiben, da die Erwartungen für das restliche Jahr nicht mehr an das starke erste Quartal heranreichen.

Die Deutsche Bank kommt bisher besser durch die Corona-Krise als gedacht. Doch für das Gesamtjahr ist der Vorstand pessimistischer, auch wenn die Prognose sich insgesamt nicht geändert hat.

Deutsche Bank (WKN: 514000)