20.02.2019 Thomas Bergmann

DAX: Wann übernehmen die Bullen endlich das Ruder?

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DZ Bank Knock-Out DAX
Trendthema

Nach überwiegend freundlichen Vorgaben aus Übersee startet der deutsche Aktienmarkt heute etwas freundlicher in den Tag. Die Hoffnung auf einen positiven Ausgang der Handelsgespräche zwischen den USA und China - beide Parteien treffen sich Ende der Woche - beflügelt die Kurse. Für Euphorie ist es aber noch reichlich früh.

Intakter Abwärtstrend

Aus charttechnischer Sicht bleibt der übergeordnete, seit Juni 2018 gültige Abwärtsmodus trotz der jüngsten Erholung von 11.018 auf 11.340 intakt. Dieser verläuft bei etwa 11.550 und bildet zusammen mit dem Dezember-Hoch den nächsten wichtigen Widerstand. Zuvor muss der DAX natürlich das Jahreshoch bei 11.372 herausnehmen.

Es wird nicht ganz einfach, aus diesem Abwärtstrend auszubrechen. So belasten die angekündigten US-Strafzölle auf Autoimporte gerade den deutschen Aktienmarkt. Hinzu kommen die anhaltenden Sorgen vor einer stärkeren konjunkturellen Abkühlung nach den zuletzt sehr schwachen Wirtschaftsdaten sowohl aus den USA als auch aus Europa.

Möglicherweise helfen die Fed-Minutes den DAX-Bullen unter die Arme. Das FOMC-Protokoll wird heute Abend um 20 Uhr veröffentlicht und hoffentlich Aufschluss über die weitere Geldpolitik der US-Notenbank geben. Spannend ist die Frage, wie die Fed ihre Bilanz weiter reduzieren will. Darüber hinaus stehen weitere wichtige Konjunkturdaten an: dieses Mal mit dem Ifo-Index aus Deutschland.

DER AKTIONÄR ist seit Freitag long im DAX. Der Schein mit der WKN DGH2B0 (Kaufkurs: 9,60 Euro) notiert auch schon ein paar Prozente im Plus. Der Stoppkurs liegt noch bei 8,10 Euro, dürfte aber im Laufe des Tages angepasst werden. Mehr dazu im "DAX-Check" bei DER AKTIONÄR TV oder in der neuen Ausgabe 09/2018.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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